Federkernmatratze Test & Ratgeber

Federkernmatratze im Test

Eine Federkernmatratze

Die Federkernmatratze ist der Klassiker unter den Matratzen: Zwischen Schichten aus Vlies oder Filz befinden sich Spiralfedern aus Stahl. Die Schichten verhindern, dass der Schläfer die Federn spürt. Eine Platte aus Schaumstoff bildet eine weiche Lage als Abschluss und sorgt dafür, dass der Mensch darauf weich liegen kann. Der Bezug hält schließlich Federn, Vlies, Filz und Schaumstoff zusammen.

Federkernmatratzen Testsieger 2018 

Welche Arten von Federkernmatratzen gibt es?

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Arten von Federkernmatratzen:

Taschenfederkernmatratze Test

In der Taschenfederkernmatratze sind zylindrische Stahlfedern einzeln in Stoff- oder Vliestaschen eingenäht. Da sich jede Feder unabhängig von der anderen bewegen kann, reagiert dieTaschenfederkernmatratze punktelastisch. Für die Qualität derTaschenfederkernmatratze ist sogenannte Gangzahl entscheidend: Die Federn sind in Windungen gelegt, jede Windung wird als Gang bezeichnet. Hat eine Feder mehr Windungen, reagiert sie wesentlich flexibler, da der Anstieg der Drahtwindungen flacher ist. Sind die Federn klein und haben viele Gänge, ist die Matratze hochwertiger. Es gibt Standardmatratzen mit 500 oder 600 Federn, aber auch Luxusmatratzen, in denen rund 1.000 Mikrofedern dicht an dicht verarbeitet sind.

Tonnentaschenfederkernmatratze Test

Die in dieser Matratze verwendeten Federn sind in der Mitte gewölbt und sehen von der Seite wie eine Tonne aus. Diese Federn reagieren punktelastisch auf Belastung und sind extrem stabil. Deswegen sind Tonnentaschenfederkernmatratzen besonders für schwere Personen geeignet. Je größer der auf die Federn ausgeübte Druck ist, desto höher wird ihr Widerstand. Oft sind die Federn viel niedriger als die Matratze, schließlich sind diese noch weiter gepolstert. Während eine normale Tonnentaschenfederkernmatratze mit einer Federlage auskommt, werden bei Matratzen für Boxspringbetten oft zwei Lagen übereinander verarbeitet.

Bonell-Federkernmatratze Test

In der Bonell-Federkernmatratze stecken miteinander verbundene Bonellfedern, die ein bisschen an Sanduhren erinnern und in der Mitte dünner sind als unten oder oben. Zwischen den Federn kann die Luft gut zirkulieren und die vorhandene Schlaffeuchtigkeit transportieren. Je mehr Federn in der Bonellfederkernmatratze stecken, desto hochwertiger ist sie. In einer guten Matratze mit den Maßen 90 x 200 Zentimeter stecken mindestens 400 Bonellfedern, alle aus einem mehr als zwei Millimeter starken Draht. Da die Bonell-Federkernmatratzen flächenelastisch wirken, federn sie bei jeder Bewegung nach.

Für wen ist eine Federkernmatratze geeignet?

Da die Federkernmatratze bis auf die inzwischen selten gewordene Bonell-Federkernmatratze punktelastisch auf Belastung reagieren, eignen sie sich für jeden Schlaftyp gleichermaßen. Sowohl Rücken, als auch Bauch- oder Seitenschläfer liegen gut auf Federkernmatratzen. Da sich zwischen den Federn im Kern der Matratze viel Luft befindet, wird die im Schlaf abgegebene Feuchtigkeit hervorragend abgeleitet. Wer nachts viel schwitzt und gerne etwas kühler schläft, für den ist die Federkernmatratze eine echte Wohltat. Auch für Menschen, die etwas schwerer sind, eignet sich die Federkernmatratze. Sie ist langlebig und robust und verteilt - besonders als Tonnentaschen-Federkernmatratze - das Gewicht des Schläfers gut und reagiert trotzdem punktelastisch. Für Allergiker gibt es spezielle Überzüge. Diese sind wechsel- und waschbar, so dass die Anzahl der Milben überschaubar bleibt.

 

Die Vor- und Nachteile der Federkernmatratze

Vorteile
  • Positives Schlafklima: Auch wenn die Federn miteinander verbunden sind wie bei der Bonell-Federkernmatratze oder in Taschen stecken, zirkuliert viel Luft zwischen ihnen. Nächtlicher Schweiß wird damit vom Körper wegtransportiert und das Klima beim Schlafen ist positiv. Da die Feuchtigkeit abgeleitet wird, kann sich kein Schimmel bilden.
  • Für jeden Lattenrost geeignet: Da die Federn in den Matratzen selbst für Stabilität sorgen, können Federkernmatratzen auch auf Lattenrosten mit weitem Lattenabstand verwendet werden. Lange Haltbarkeit: Die Federkernmatratzen sind über Jahre hinweg formstabil und lange haltbar.
  • Kühles Schlafklima: Wer nachts viel schwitzt, profitiert von den Federkernmatratzen. Dank der Luftzirkulation im Inneren wird die Feuchtigkeit vom Körper weg transportiert und die Matratze selbst bleibt relativ kühl.
  • Preiswerte Matratzen: Federkernmatratzen gibt es in vielen Preislagen, die einfachen Matratzen unter ihnen sind dabei besonders preisgünstig sind.

Nachteile
  • Das Gewicht: Schon durch die Federn aus Stahldraht haben die Federkernmatratzen ein recht hohes Gewicht. Wer sie wenden will, braucht oft Hilfe. Sollen sie nur gelegentlich als Gästematratzen dienen, lassen sie sich in der Zwischenzeit nur schwer verstauen.
  • Für Allergiker nur mit speziellem Bezug geeignet: Da sich in den feinen Poren der Bezüge Milben ansiedeln können, sollten Allergiker die Federkernmatratze mit einem speziellen Bezug ausstatten.
  • Günstige Federkernmatratzen haben Nachteile: Da in einer günstigen Federkernmatratze in der Regel weniger Federn eingearbeitet wurden, können sich mit der Zeit Kuhlen bilden. Ebenso kann es bei diesen Matratzen vorkommen, dass die Federn Geräusche machen, wenn sich der Schläfer bewegt.

In welchen Größen gibt es Federkernmatratzen?

Single: Da Betten für Singles in den Größen 90x200 cm und 100x200 cm üblich sind, gibt es selbstverständlich auch Federkernmatratzen in diesen Größen. Wer ein breites komfortables Bett wählt, findet auch die passende Matratze in 120x200 cm und 140x200 cm.

Paare: In Doppelbetten für Paare können entweder zwei einzelne Matratzen mit den gleichen Maßen wie für Singles gelegt werden oder eine große Matratze in den Maßen 200x200 cm oder 180x200 cm. Ist das Schlafzimmer kleiner, können auch Paare auf einer Matratze mit 160x200 cm oder 140x200 cm gut schlafen.

Weitere Informationen zu den Größen:

Was sind Qualitätsmerkmale bei Federkernmatratzen?

Bei Federkernmatratzen gibt es einige Kriterien, anhand derer sich die Qualität der Matratzen bestimmen lässt:

  • Höhe des Federkerns: Je höher der Federkern in der Matratze ist, desto mehr Druck hält er aus. Welche Höhe für jemanden optimal ist, hängt vom persönlichen Gewicht und der jeweiligen Matratze ab. Wird der Körper von der Federkernmatratze an den entscheidenden Stellen gestützt, ist der Schlaf optimal. Je nach Gewicht des Nutzers sollte die Federkernhöhe zwischen 15 und 20 Zentimetern liegen.
  • Stauchhärte: Mit dieser wird bei Federkernmatratzen angegeben, wie widerstandsfähig diese sind: Je größer die Stauchhärte ist, desto schwerer gibt sie bei Druck nach. Die Stützkraft ist von der Anzahl der Federn, ihrer Höhe, den Wicklungen, auch Gänge genannt, und der Stärke des verwendeten Federdrahts abhängig.
  • Raumgewicht: Das Matratzen Raumgewicht ist ein wichtiger Qualitätsindikator. Bitte lesen Sie den ausführlichen Artikel hierzu. Matratzen Raumgewicht erklärt.
  • Liegezonen: Da das Gewicht, das an Hüften und Schultern auf der Matratze lastet, größer ist als an Kopf oder Beinen, sind die Matratzen mit speziellen Liegezonen versehen. Es gibt Federkernmatratzen mit drei, fünf, sieben oder neun Liegezonen. Neben der Anzahl der Liegezonen ist es für einen gesunden Schlaf entscheidend, dass sich der Schläfer auch richtig auf diesen platziert.
  • Anzahl der Federn: Je mehr Federn in einer Federkernmatratze verarbeitet wurden, desto höher ist die Qualität der Matratze. Während in preiswerten und guten Federkernmatratzen zwischen 400 und 600 Federn stecken, können in sehr hochwertigen Matratzen durchaus 1.000 Federn verarbeitet sein.

Worauf muss ich beim Kauf einer Federkernmatratze achten?

In seinem Bett verbringt jeder Mensch gut ein Drittel seines Lebens. Die Matratze leistet dabei die meiste Arbeit und nimmt neben dem Gewicht auch den nächtlich produzierten Schweiß auf.

  • Die Anzahl der Federn: Soll die Federkernmatratze ein paar Jahre haltbar sein und keine Kuhlen bekommen, sollten in ihr mindestens 400 Federn stecken.
  • Liegezonen: Wie vielen Liegezonen hat die Federkernmatratze? In dem Bereich, in dem Becken oder Schultern liegen, sollten die Federn unbedingt eine geringere Drahtstärke haben und damit nachgiebiger sein.
  • Matratzenbezug: Besteht dieser aus Natur- oder aus Kunstfasern? Falls jemand Allergiker ist: Lässt sich der Bezug abziehen und waschen? Gibt es für die Federkernmatratze einen speziellen Bezug für Allergiker?
  • Garantie: Gibt ein Hersteller mindestens acht Jahre Garantie, ist die Matratze hochwertig verarbeitet und lange haltbar.
  • Testphase mit Umtauschmöglichkeit: Erst eine ausreichend lange Probezeit zeigt, ob die gewählte Matratze richtig ist. Kann die Matratze nach einer Testphase von sechs Wochen umgetauscht werden, ist ausreichend Gelegenheit zum Probeliegen.

Welche Hersteller für Federkernmatratzen gibt es?

  • Badenia
  • Dunlopillo
  • Diamona
  • F.a.n. Frankenstolz
  • Malie
  • Musterring
  • Werkmeister

Was für weitere Matratzenarten gibt es noch?

Weitere Testberichte & Ratgeber