Starkes Schwitzen Nachts im Schlaf

Viele Deutsche leiden unter dem sogenannten "Nachtschweiß" - starkes Schwitzen in der Nacht also, oftmals ganz unabhängig von der Jahreszeit. Neben Veranlagung oder den Temperaturen im Schlafzimmer sind es vor allem ungeeignete Kombinationen aus Topper, Matratze und Bettwäsche, die starkes Schwitzen in der Nacht begünstigen.


Gründe für starkes Schwitzen im Schlaf

Starkes nächtliches Schwitzen kann durch folgende Gründe verursacht werden:

  1. Körperliche Gründe: Hormonwechsel, eine Reihe von Medikamenten und Krankheiten sorgen dafür, dass der Mensch in der Nacht stark schwitzt. In diesem Fall geht es vor allem darum, der körperlichen Ursache auf den Grund zu gehen und Rücksprache mit einem Arzt zu halten.
  2. Die falsche Bettwäsche: Ebenfalls ein häufig anzutreffender Grund. Wer in der warmen Jahreszeit in der dicken, kuscheligen Winterbettwäsche samt Bettlaken schläft, braucht sich nicht wundern, wenn der Körper in der Nacht schwitzt. Separate, leichte Bettwäschen für den Sommer sind definitiv empfehlenswert.
  3. Schlafzimmertemperatur: In Deutschland sind Klimaanlagen leider kaum verbreitet. Deshalb ist es relativ normal, dass du im Sommer ins Schwitzen kommst. Außerhalb der heißen Jahreszeit solltest du aber für ein angenehm temperiertes Schlafzimmer sorgen - idealerweise mit Temperaturen zwischen 16 und 19 Grad Celsius.
  4. Psychologische Beschwerden: Viel Stress und/oder Albträume sind ebenfalls ein Grund, warum nachts zu schwitzen zum leidigen Problem avanciert. Meditation oder einfach gezieltes Entspannen vor dem Schlafen dürfte Linderung bringen.
  5. Ungünstige Matratzenwahl: Bei den vielen verschiedenen Matratzen auf dem Markt kann man schon einmal die Übersicht verlieren. Es gibt aber definitiv Matratzen, die für Schwitzer besser als andere geeignet sind. Vor allem beim Neukauf lohnt es sich daher, wenn du dich vorab über die Eigenschaften der Matratze gut informierst.
  6. Richtigen Matratzen Topper wählen: Nutzt du einen Topper, sollte auch dieser auf übermäßiges Schwitzen ausgerichtet sein. Vor allem da du auf diesem unmittelbar liegst, während sich die Matratze erst darunter befindet.

Starkes Schwitzen durch die falsche Matratze

Schwitzen im Nachts im Schlaf

Schwitzen im Nachts im Schlaf

Eine ungünstig gewählte Matratze erhöht die Wahrscheinlichkeit in der Nacht ins Schwitzen zu kommen. Das sorgt zugleich für einen unruhigen, schlechten Schlaf, denn das Bettklima sollte immer trocken sein, Feuchtigkeit gehört also abgeführt, die Matratze hingegen temperiert. Nachfolgend findest du einen Überblick, wie gut sich die jeweiligen Matratzen im Kampf gegen den Nachtschweiß eignen.

Federkernmatratzen sind für nächtliche Schwitzer sehr gut geeignet, da sie generell als die "kühlste" Variante unter den Matratzen gelten - weshalb sie für Frostbeulen hingegen weniger gut geeignet sind. Durch die offene Verteilung der Federn können Feuchtigkeit und angestaute Temperaturen kinderleicht die gesamte Nacht über entweichen. Bonell-Federkern ist hierbei noch etwas besser als Taschenfederkern oder Tonnentaschenfederkern. Letzterer bietet eine hohe Wärmeisolation, daher passen diese weniger zu Nutzen mit einem geringen Wärmebedürfnis.

Eine mittelmäßige Alternative sind die Kaltschaummatratzen. Das begründet sich mit ihrer offenporigen Struktur, wodurch angestauter Wasserdampf ebenso gut wie angesammelte Wärme entweichen kann. Feuchtigkeit nimmt der Kaltschaum aufgrund der offenzelligen Eigenschaften auf und führt diese an die Umgebung ab. Das ist schon einmal von großem Vorteil, wobei berücksichtigt werden sollte, dass Kaltschaum eine relativ hohe wärmeisolierende Wirkung aufweist. Beachte also deine individuellen Anforderungen an eine Matratze immer ganzheitlich! Dies wird auch im Matratzen Test berücksichtigt.

Viscomatratzen sind für Schwitzer weniger gut geeignet. Sie können Feuchtigkeit nicht so gut abführen wie beispielsweise Kaltschaum, was vor allem unter einer Decke dafür sorgt, dass diese sich anstaut. Ein weiterer Nachteil zeigt sich mit Hinblick auf die thermoelastischen Eigenschaften dieser. Das führt dazu, dass du stärker in die Matratze sinkst, wodurch es natürlich noch wärmer wird und du eher zu schwitzen beginnst. Zudem benötigen Viscomatratzen eine Umgebungstemperatur von mindestens 18 Grad Celsius, um ihre thermoelastischen Vorzüge voll entfalten zu können. Bei einem kühleren Schlafzimmer würde man die eigentlichen Vorzüge der Matratze also "kastrieren".

Latexmatratzen eignen sich für Schwitzer ebenso weniger gut. Gut ist jedoch, dass die Feuchtigkeit zügigkondensiert, weil das Latexmaterial über viele kleine Luftkammern verfügt. Eine gute Unterlüftung ist dafür aber zwingend notwendig, der Bettkasten sollte also offen bleiben. Anderenfalls würde sich Feuchtigkeit über längere Zeit in der Matratze stauen, da die effektive Luftzirkulation so unterbunden wird.


Gel Topper - eine starke Lösung für nächtliche Schwitzer?

Einen Gel Topper auf die Matratze zu legen birgt viele Vorzüge. Die Matratzen Topper bestehen aus einem speziellen Gelschaum, welcher mit seinen offenporigen Strukturen für eine exzellente Luftzirkulation sorgt. Wenn du in der Nacht stärker schwitzt, kannst du dich also darauf verlassen, dass der Topper diese Feuchtigkeit kontinuierlich abführt, bevor sich Sachen wie die Bettwäsche oder das Laken damit vollsaugen.

Vorteilhaft ist zugleich, dass dieser die Stärken vieler verschiedener Stoffe miteinander kombiniert, da für einen robusten Unterbau meist ein Kern aus Kaltschaum Sorge trägt. Der Gel Topper ist eine noch relativ junge Erfindung am Markt, die aber jetzt schon viele Fans gewinnen konnte. Da er nur auf das Gewicht und nicht auf Temperaturschwankungen reagiert, haben auch Schwitzer in der Nacht den Vorteil, dass ihr Skelett stets optimal gestützt wird.


Was hilft noch gegen nächtliches Schwitzen?

Mit der richtigen Vorbereitung und Ausstattung lässt sich das Risiko in der Nacht zu schwitzen signifikant reduzieren. Wenn du zum Schwitzen neigst, probiere es doch einmal mit den folgenden Tipps aus:

  • Die Wahl der richtigen Bettdecke spielt eine entscheidende Rolle. Vor allem Kamelhaar hat sich aufgrund der guten Feuchtigkeitsaufnahme als starke Alternative hervorgetan, zumal diese selbst im Winter noch warm hält. Wildseide ist vor allem im Sommer eine gute Wahl, da das Material bei hohen Temperaturen kühlend wirkt. Übrigens: Eine schwere Decke zu nutzen bedeutet nicht unbedingt, auch eine warme Decke zu verwenden! Das Wärmevermögen kann selbst bei leichten Materialien noch hoch sein!
  • Es ist wichtig das Schlafzimmer auf einer möglichst konstanten Temperatur zu halten. Wenn du vor dem Schlafen lüftest, solltest du das Fenster deshalb schon etwa eine halbe Stunde vorher schließen. So kann sich der Raum wieder temperieren. Anderenfalls ist dir eventuell anfänglich kalt, aufgrund der neuen frischen Luft, während dir dann in der Nacht dick eingehüllt sehr warm wird.
  • Wer in der Nacht an den Füßen friert, sollte lieber über ein paar warme Socken statt eine zweite Bettdecke nachdenken. Eine zweite Bettdecke am Fußende führt meist dazu, dass die Luftzirkulation rund um die Beine verhindert wird, wodurch sich da schneller Wärme und Feuchtigkeit staut.

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