Kindermatratzen im Test

Zu den wichtigen Faktoren für einen hochwertigen Schlaf zählt eine Kindermatratze, die zu dem Kind passt. Doch worauf müssen Eltern achten, um die passende Matratze zu finden? Ist 90x200, 70x140, 60x120 oder 70x160 cm die richtige Größe? In diesem Ratgeber erhalten Sie Tipps rund um den Matratzenkauf für Ihr Kind, und Sie erfahren, welche Matratzen sich bereits in den Tests von Stiftung Warentest sowie Ökotest bewährt haben.

Kindermatratze Test - Testsieger 2018


Kindermatratzen Test von Ökotest

Auch Ökotest führt Tests zu alltäglichen Gegenständen durch.
Die Testsieger des Kindermatratzen Test von 2017 sind folgende Modelle:

NameGesamturteil
Ravensberger Kinderbettmatratzesehr gut
Paradies Majasehr gut
Dormiente Frederic
gut

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Dabei gab es im Dezember 2016 auch einen Test zu Kindermatratzen. Auffallend ist, dass bei diesem Test über die Hälfte der untersuchten Matratzen ein sehr schlechtes Ergebnis erhielten, und zwar die Noten Mangelhaft oder Ungenügend. Nur zwei Modelle erhielten die Note Gut:

  1. Dormiente Kindermatratze Frederic
  2. Lonsberg Kindermatratze Kokos

Auf den Plätzen drei bis fünf waren folgende Modelle mit jeweils der Note Befriedigend zu finden.

3. Allnatura Hevea Kindermatratze (Anmerkung: von Ökotest im Juni 2017 auf Gut hochgestuft)
4. Julius Zöllner Babymatratze Luna Night
5. Prolana Baby- und Kindermatratze Lara Plus

Ökotest Kindermatratzen Testsieger

Ökotest Kindermatratzen Testsieger

Ökotest führte seinen Test anders als Stiftung Warentest durch. So bestehen die Testergebnisse zu 50 Prozent aus einem Test zu den Inhaltsstoffen und zu 50 Prozent aus einer Praxisprüfung. Die Inhaltsstoffprüfung hat sich mit der Art der Matratze und eventuell auftretenden Mängeln auseinandergesetzt.

Bei der Praxisprüfung wurden die Matratzenhärte, der Bezug, eventell aufgeklebte Etiketten und Aufkleber, die Zugänglichkeit zur Füllung, die gesamte Verarbeitung und das Vorhandensein von Gebrauchs- und Warnhinweisen geprüft. Außerdem suchten die Prüfer nach weiteren Mängeln wie Deklarationsfehlern oder dem Einsatz von optischen Aufhellern.


Kindermatratzen Test der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat im März 2014 einen Kindermatratzen Test mit insgesamt zwölf verschiedenen Kinder- und Babymatratzen durchgeführt, von denen einige in Verlauf des Textes genauer vorgestellt werden. Elf der getesteten Matratzen besaßen die Standardgröße 70 x 140 cm, ein Modell war 70 x 160 cm groß. Die Kindermatratzen lagen in einer Preisspanne von 69 bis 170 Euro.

Im Test wurden die verschiedenen Eigenschaften der Modelle getestet. Jede Eigenschaft floss zu bestimmten Prozentanteilen in die Gesamtnote ein, die im Folgenden in Klammern hinter der Eigenschaft angegeben sind. Im Test kam es darauf an, ob das Modell in einer Eigenschaft schlechter als 2,0 abschnitt. In diesen Fällen wurde die Gesamtnote abgewertet.

Die Liegeeigenschaften (35%) wurden mit menschenähnlichen Dummys getestet, die ein zwölf Monate und ein sechs Jahre altes Kind darstellen. Beim Test zum Schlafklima (5%) wurde die Entwicklung von Wärme und Feuchtigkeit im Verlauf einer Stunde mit einer Testperson beurteilt. Die Haltbarkeit (20%) testete die Stiftung mit Hilfe einer 40 kg schweren Walze bei 30.000 Gängen - in und außerhalb einer Klimakammer.

Stiftung Warentest Testsieger

Stiftung Warentest Testsieger

Der Bezug (10%) wurde im Hinblick auf Verarbeitung, Waschbarkeit und Nässereaktion betrachtet. In der Kategorie Gesundheit und Umwelt (10%) setzten sich die Tester mit der Schadstoffbelastung, der Entsorgung, der Geruchsentwicklung und der Belastung der Raumluft bei dem getesteten Modell auseinander.

Bei der Handhabung (10%) untersuchte die Stiftung das Transport- und Wendeverhalten. Die Tests zur Deklaration und Werbung (10%) nahmen die Angaben und Aussagen des Herstellers genauer unter die Lupe.

Die fünf Kindermatratzen Testsieger

Testsieger: Waschbär Kinder-Matratze Kokos-Latex mit Note Gut (2,0)
Platz 2: Prolana Baby- und Kindermatratze Lara Plus mit Note Gut (2,1)
Platz 3: Julius Zöllner Dr. Lübbe Air Premium mit Note Gut (2,3)
Platz 4: Breckle LaPur Kindermatratze mit Note Gut (2,4)
Platz 5: Ikea Matratze für Juniorbetten Vyssa Skönt mit Note Gut (2,5)

Kindermatratzen Größen von 70x140, 60x120, 90x200 bis 80x140

Im Handel finden Sie Kindermatratzen in unterschiedlichen Matratzengrößen. Die geläufigsten Größen sind 60x120 cm und 70x140 cm. Käufern steht aber eine noch größere Auswahl bei den Matratzengrößen zur Verfügung. In der Länge reichen die Maße von 120 bis 220 cm und in der Breite von 60 bis 200 cm. Welche Kombination für Ihr Kind die richtige Größe ist, entscheidet sich hauptsächlich anhand der Körpergröße.

Die Kindermatratze sollte groß genug sein, damit das Kind an Kopf- und Fußseite jeweils noch mindestens zehn Zentimeter Platz hat. Insgesamt darf die Matratze also nicht kleiner als die Körpergröße plus 20 Zentimeter sein. Da Ihr Kind aber sicher noch wachsen wird, lohnt es sich, die Matratze direkt größer zu kaufen. Dabei gibt es verschiedene Kombinationen. Bedenken Sie bei Ihrer Auswahl, dass die Matratze in ein entsprechend großes Bettgestell passen sollte. Nur wenn Lattenrost, Bettgestell und Matratze genau ineinander passen, vermeiden Sie ein Rutschen. Übrigens können Babymatratzen solange weiterverwendet werden, bis das Kind ca. 10cm kleiner als die Babymatratze lang ist.


Kindermatratze 90x200

Eine 90x200 cm Kindermatratze ist für Kinder eine gute Option. Meist werden Kindermatratzen in 90x200 von Kindern ab 6 Jahren verwendet. Dies macht insofern Sinn, dass nicht nach einem Jahr eine neue Matratze gekauft werden muss, wenn das Kind wächst. Als Empfehlung für eine 90x200 Kindermatratze haben wir folgendes Modell, welches eine Kaltschaummatratze mittleren Härtegrades ist und sich in unseren Augen gut für Kinder ab ca. 6 Jahren eignet:

Kindermatratze 90x200: Unsere Empfehlung für Kinder

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Worauf Eltern beim Kauf einer Kindermatratze achten sollten

1. Die Kindermatratze sollte weder zu hart noch zu weich sein.

Für Kinder unter sechs Jahren genügt eine elastische und stabile Baby- oder Kindermatratze ohne komplexe Komfortfunktionen wie bei Erwachsenenmatratzen. Wichtig ist, dass das Modell eher hart als weich ist. Denn in einer zu weichen Matratze versinkt das Kind leicht. In bestimmten Schlafpositionen kann es dann zu einer Behinderung der Atmung kommen, was außerordentlich gefährlich ist. Außerdem entwickeln sich Wirbelsäule und andere Knochenstrukturen des Kindes in den ersten Lebensjahren noch. Eine zu weiche Schlafunterlage stört die gesunde Entwicklung. Bedenken Sie aber auch, dass eine zu harte Kindermatratze für einen unruhigen Schlaf sorgen kann. Die optimale Härte der Kindermatratze liegt zwischen mittelhart und hart. Leider gibt es viele Kindermatratzen jedoch in nur einem Härtegrad. Denken Sie auch an einen vernünftigen Lattenrost unter der Matratze.

2. Schadstofffreiheit ist Trumpf.

Eltern sollten darauf achten, dass die neue Kindermatratze schafstofffrei oder zumindest schadstoffarm ist. Denn gerade Kinder mit ihrem großen Schlafbedürfnis von zehn bis 14 Stunden reagieren empfindlich darauf. Es lohnt sich, nur solche Kindermatratzen zu kaufen, die von renommierten Testportalen wie Stiftung Warentest empfohlen werden. Kaufen Sie also keine billige Importware aus fernen Ländern, die bei Tests durchgefallen sind oder nie getestet wurden. Viele Matratzen - auch die hochwertigen - verströmen nach dem Auspacken erst einmal einen unangenehmen Geruch. Das muss nichts Schlechtes bedeuten. Lassen Sie jede Matratze aber zuerst 24 Stunden auslüften. Und: Kaufen Sie keine gebrauchten Matratzen!

3. Auch Kinder schwitzen im Schlaf.

Kinder verlieren wie Erwachsene in der Nacht Flüssigkeit durch Schwitzen. Ist das Kind krank oder träumt es intensiv, kann die Menge des Nachtschweißes sogar noch deutlich zunehmen. Beim Kauf einer Kindermatratze muss daher auf einen atmungsaktiven Matratzenkern geachtet werden. Dadurch bleibt die Schlafunterlage trocken und Pilze und Keime finden keine günstigen Lebensbedingungen vor. Die hohe Atmungsaktivität ist übrigens auch deshalb notwendig, damit das Kind selbst in einer ungünstigen Schlafposition gut atmen kann. Bei 60°C waschbare Matratzen oder Matratzen mit einem waschbaren Bezug helfen, den Schlafplatz hygienisch zu halten.

4. Es kommt nicht auf den Preis an.

Die Preisspanne für eine neuwertige Kindermatratze reicht von etwa 15 bis über 200 Euro. Die billigsten Modelle sind allerdings oft Kinderreisematratzen. Matratzen für das Kinderzimmer erhalten Sie schon ab etwa 30 Euro. Auch wenn die untere Preisgrenze verlockt, halten die günstigsten Modelle oft nicht das, was sie versprechen. Genauso zeichnen sich die teuren Modelle teilweise durch überflüssige Standards aus. Bei einer teuren Kindermatratze sollten Sie nicht pauschal davon ausgehen, dass es sich um eine gute Matratze handelt. Qualitätive Ware erhalten Eltern bereits zwischen 100 bis 170 Euro. Viel wichtiger als der Preis sind aber die individuellen Eigenschaften.

5. Verschiedene Materialien besitzen verschiedene Eigenschaften.

Matratzen für Kinder können wie die Modelle für Erwachsene aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Viele Modelle besitzen zum Beispiel einen Kern aus Kaltschaum. Sie passen sich mit ihrer Form sehr gut an das unterliegende Lattenrost und an den Körper des Schlafenden an. Hinzu kommen Eigenschaften wie Punktelastizität, gute Federungseigenschaften, Langlebigkeit und eine gute Wärmeisolation. Ein weiteres häufig verwendetes Material ist Naturlatex, das ebenfalls sehr anpassungsfähig und punktelastisch ist. Im Vergleich wiegt Naturlatex aber mehr. Ein typischer Geruch muss auch in Kauf genommen werden. Kindermatratzen können auch aus anderen Stoffen bestehen, zum Beispiel aus Kokosfasern.


Kindermatratzen Testsieger im Überblick

Julius Zöllner Dr. Lübbe Air Premium

Die Babymatratze Air Premium weist Punktelastizität und trittfeste Kanten auf. Käufer erhalten das Modell in zwei verschiedenen Größen: 60 x 120 und 70 x 140 cm. Die Höhe beträgt jeweils 12 cm. Es handelt sich um eine Kaltschaummatratze, die im Test der Stiftung Warentest ebenfalls mit Gut bewertet wurde. Der Kern besteht aus drei Schichten, wobei die mittelharte Seite für Babys und die andere für Kleinkinder geeignet ist. Das Modell zeichnet sich durch hohe Atmungsaktivität sowie einen abnehm- und waschbaren Bezug aus. Dieser verfügt zudem über antibakterielle Eigenschaften und ist allergikergeeignet. Leider gibt es seitens des Herstellers Julius Zöllner keine Angabe zum Raumgewicht.


Betten ABC OrthoMatra Junior-Duo

Die Matratze OrthoMatra Junior-Duo von Betten ABC besitzt ebenfalls die Möglichkeit, die Seite mit zunehmendem Alter des Kindes zu wechseln. Die Babyseite ist allerdings eher weich, dafür mit vertikal verlaufenden Belüftungskanälen ausgestattet. Die Kleinkind-, beziehungsweise Juniorseite ist etwas fester und an den liegenden Körper anpassungsfähig. Der Rand der Matratze ist auf etwa 6 cm Breite trittfest. Mit einem Reißverschluss kann der Bezug bequem abgenommen werden. Die Bezugseiten lassen sich einzeln bei 60°C in der Maschine waschen. Im Handel finden Käufer das Modell in den Größen 60 cm x 120 cm, 70 cm x 140 cm und 70 cm x 160 cm.


Waschbär-Kindermatratze Kokos-Latex

Die Marke Waschbär bezeichnet diese Kindermatratze als ökologisch. Denn in ihrem Inneren befindet sich einerseits eine mittelharte Naturlatexseite und andererseits eine straffe und latexierte Kokosseite. Die Kokosseite sorgt für ein angenehmes Schlafklima. Um den zweischichtigen Kern befindet sich eine allergikergeeignete Baumwollabdeckung sowie ein abnehm- und waschbarer Bezug aus Bio-Baumwolldrell. Das Modell eignet sich für Seiten-, Bauch- und Rückenschläfer zugleich. Die Kindermatratze ist in der Größe 70 x 140 cm verfügbar. Die Stiftung Warentest hat die in Deutschland hergestellte Matratze im Dezember 2014 mit der Note Gut zum Testsieger ernannt.

Breckle-Kindermatratze LaPur

Die Kindermatratze La Pur von Breckle weist eine 70 x 140 cm große Liegefläche und eine Höhe von 12 cm auf. Sie besitzt den Härtegrad H3 und ist damit eher hart. Im Inneren der Matratze befindet sich der "LaPur® Spezial Klimaschaumkern", auf den Breckle zehn Jahre Garantie gewährt. Er zeichnet sich durch Punktelastizität und eine hohe Anpassungfähigkeit an den liegenden Körper aus. Der Doppeltuchbezug lässt sich dank des integrierten Reißverschlusses abnehmen und bei 60°C im Schonwaschgang in der Waschmaschine waschen. Weitere Eigenschaften des Bezugs sind seine hohe Atmungsaktivität und die kühlende Wirkung, da es sich um das Material Lyocell handelt.

Kindermatratzen oder Babymatratzen der Firma Alvi sind auch sehr bekannt. Alvi Matratzen sind teilweise aber etwas kostenintensiver.

Prolana Baby- und Kindermatratze Lara Plus

Die Matratze Prolana Lara Plus begleitet Ihr Kind während des Baby- und Kleinkindalters gleichermaßen. Der Kern besteht auf einer Seite aus mittelhartem, punktelastischem Naturlatex und auf der anderen aus hartem, atmungsaktivem Kokoskautschuk. Die Latex-Seite ist dabei speziell auf die individuellen Bedürfnisse von Babys angepasst, während die Kautschukseite ab dem Kleinkindalter genutzt werden sollte. Diese Matratze muss beim Übergang ins Kleinkindalter also nur gewendet werden, um eine altergerechte Schlafunterlage zu erhalten. Das Modell misst 70 x 140 cm ist rund 8 cm hoch bei einem Gewicht von 7 kg. Die Stiftung Warentest bewertete das Modell 2014 mit der Note Gut.


Was tun, wenn das Kind im Schlaf ins Bett nässt?

Bettnässen betrifft viele Kinder in verschiedenen Altersklassen. Eine mögliche Lösung sind Nässeschutzauflagen. Doch Eltern sollten bedenken, dass Auflagen aus Kunststoff nicht immer eine gute Lösung sind. Zwar halten sie wirkungsvoll Urin von der Matratze fern, doch sie können die sogenannte CO2-Rückatmung auslösen, einen möglichen Auslöser des plötzlichen Kindstodes. Insbesondere in Bauchlage kann sich beim Ausatmen eine große Menge Kohlenstoffdioxid vor dem Gesicht des schlafenden Kindes sammeln, was einen lebensbedrohlichen Sauerstoffmangel auslösen kann.

Matratzenhersteller setzen daher bewusst auf luftdurchlässige und atmungsaktive Matratzen. Eine wasserdichte Matratzenauflage blockiert diese Eigenschaft jedoch, weshalb sie gerade bei sehr kleinen Kindern nicht zu empfehlen ist. Ältere Kinder haben zwar ein geringeres Risiko eines plötzlichen Kindstodes. Dennoch sollte auch hier eine Plastikauflage die Ausnahme bleiben, da sie Nachtschweiß nicht abführen kann und dadurch den Schlafkomfort reduziert. Sinnvoller ist es, auf waschbare Matratzen oder waschbare Matratzenauflagen zu setzen.

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