7 Zonen Kaltschaummatratze Test & Ratgeber

Wie der Name schon ganz richtig verspricht, bestehen diese Kaltschaummatratzen einerseits aus dem bewährten Kaltschaum und untergliedern sich andererseits in sieben Liegezonen. Letztere versprechen je nach Zone eine leicht veränderte Druckentlastung, mit der auf die spezielle Gewichtsverteilung der einzelnen Körperzonen beim Schlafen eingegangen wird.

Was ist eine 7-Zonen-Kaltschaummatratze?

Kaltschaummatratzen werden ohne direkte Hitzeeinwirkung produziert, bilden damit also ein Gegenstück zum Komfortschaum. Stattdessen wird das verwendete Polyurethan in Blöcken aufgeschäumt und später aufgeschnitten, wobei in diesem Schritt auch die namensgebenden sieben Zonen in die Matratze integriert werden. Beliebt sind 7-Zonen-Kaltschaummatratzen vor allem aufgrund der individuellen Untergliederung in sieben Zonen sowie aufgrund des sehr robusten Materials. Letzteres stößt keine Schadstoffe aus, gilt als unempfindlich gegenüber Bakterien sowie Milben und reagiert individuell auf Wärme. Generell sind Kaltschaummatratzen für jede Schlafposition eine Überlegung wert, zumal sie ein sehr geringes Eigengewicht besitzen. Sie sollten um Kuhlen zu vermeiden häufiger gewendet werden.


Diese Liegezonen gibt es bei den 7 Zonen Kaltschaummatratzen

  1. Kopf-Zone: bietet dem Kopf die notwendige feste Unterstützung und befindet sich am oberen Ende
  2. Nacken-Zone: stützt den Nacken und verfügt über eine geringere Größe, muss vor allem auf die natürliche Schwingung im Nacken reagieren
  3. Schulter-Zone: muss vor allem Druckstellen bei Seitenschläfern und zu tiefes Einsinken verhindern, jedoch muss die Zone leicht nachgeben (weicher sein), damit die Schultern und die daran angrenzende Halswirbelsäule entlastet werden
  4. Hüft-Zone: umfasst den Bereich der Hüften sowie der Lendenwirbelsäule und befindet sich relativ mittig in der Matratze, ist zudem etwas fester gestaltet, damit die LWS nicht durchhängt und außerdem die natürliche S-Krümmung der Wirbelsäule beibehalten wird
  5. Becken-Zone: meist eine der größten Zonen, die dem unteren Ende der LWS und dem Gesäß sowie dem Becken Rückhalt bietet, weshalb sie ebenfalls etwas fester gestaltet ist, damit der Rücken nicht durchhängt, was vor allem bei Bauchschläfern wichtig ist
  6. Oberschenkel- und Knie-Zone: ist insgesamt etwas weicher gestaltet, damit kein zu starker Druck auf die Knie ausgeübt wird, vor allem bei Bauch- und Seitenschläfern.
  7. Fußgelenk- und Fuß-Zone: markiert das untere Ende der Matratze und stützt die Füße in jeder erdenklichen Position, ohne dass die Gelenke zu tief in die Matratze einsinken können


Warum Liegezonen in der Praxis gar nicht einmal so wichtig sind

Zwar haben Liegezonen durchaus Vorteile, in der Praxis wird deren Wirkung und Wichtigkeit aber oftmals etwas überschätzt - vor allem wenn zu Gunsten der Liegezonen anderweitig Kompromisse eingegangen werden. So ist ein offensichtliches Manko der Liegezonen, dass sie standardisiert integriert werden, also nicht auf die unterschiedlichen Körpergrößen und die mitunter variierenden Verhältnisse zwischen Ober- und Unterkörper sowie Torso und Beinlänge eingegangen werden kann. Das dürfte dann problematisch werden, wenn beides zusammenkommt und folglich Körperbereiche in Zonen landen, wo sie laut der Einteilung der Matratze gar nicht hingehören.

Außerdem ist ein wesentlich wichtigeres Indiz die gesamte Qualität der Matratze. Kriterien wie das Raumgewicht oder das gewählte Material lassen eher Rückschlüsse auf die Qualität dieser zu und sind zudem wichtiger mit Hinblick auf die einzelnen Schlafgewohnheiten und -positionen. Deshalb sollte der Fokus beim Kauf eher darauf, als auf den einzelnen Liegezonen liegen.


Matratzenarten im Test


Andere Alternativen der Zonenmatratzen

Neben der 7-Zonen-Matratze gibt es noch Modelle mit 3 und 5 Zonen. 3-Zonen-Matratzen sind am Markt aber ausgesprochen selten, da die Zonierung hier kaum einen sinnvollen Effekt ausübt, wenn lediglich zwischen Oberrücken, Becken und Beine unterteilt wird. Vor allem wird es so schwierig, die natürliche S-Form der Wirbelsäule vom Körperanfang bis zum Körperende zu forcieren. 5-Zonen-Matratzen unterscheiden sich von ihren Äquivalenten mit 7 Zonen durch das Fehlen der Kopfunterstützung und damit auch des Fußbereichs. Erneut sind bei beiden Varianten aber die Zonen gespiegelt, so dass die Matratzen anstandslos gedreht werden können.


7-Zonen-Tonnentaschenfederkernmatratze im Test

Der maßgebliche Unterschied zur 7-Zonen-Kaltschaummatratze ist das verwendete Material, denn hier kommen die namensgebenden Tonnentaschenfederkerne zum Einsatz. Bei hochwertigen Modellen beziffern sich diese auf mindestens 1.000 Federn, generell gilt die Faustregel: je mehr Federn, desto höher die Punktelastizität. Deren Nachhaltigkeit wird meist durch eine mechanische Verbindung der einzelnen Taschen/Säckchen sichergestellt, damit die Matratze auch langfristig ihre Elastizität beibehält. Meistens haben diese Matratzen noch eine Randverstärkung zum Sitzen.


Unser Fazit für die 7-Zonen-Kaltschaummatratze

Ein zeitloser Klassiker in deutschen Schlafzimmern, der sich durch einfaches Handling sowie eine gute Qualität auszeichnet. Die Liegezonen dürften für etwa 80 bis 90 Prozent aller Erwachsenen richtig ausgerichtet sein, wodurch sie für ein kontrolliertes Einsinken ohne lästige Druckstellen sorgen. Wie bei jeder anderen Matratze auch, zählen aber vor allem die Qualität mitsamt der einzelnen Kriterien der Matratze.

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