Wie viel Schlaf benötigen Kinder und Babies?

Warum gähnen wir Menschen eigentlich?

Wie viel Schlaf braucht ein Baby?

Neugeborene und Babies bis zum Alter von etwa drei Monaten schlafen noch sehr viel und zu unregelmäßigen Zeiten. Dann pendelt sich allmählich ein Schlafmuster ein, auch die Zeiten ändern sich. Im Lauf der kommenden Lebensjahre schlafen Kleinkinder und Kinder immer weniger, auch der Mittagsschlaf gehört der Vergangenheit an. In der Pubertät steigt das Schlafbedürfnis wieder an. Pauschale Aussagen und Werte sind jedoch in jedem Lebensalter schwierig zu treffen, denn das Schlafverhalten und die Schlafdauer sind sehr individuell. Die nachfolgende Übersicht bietet Anhaltspunkte zur Orientierung. Ebenso erklären wir, wie viel Schlaf ein Erwachsener braucht.

Neugeborene Babies - wie viel Schlaf?

Neugeborene verschlafen die meiste Zeit des Tages und der Nacht. Der Schlaf wird in der Regel jedoch oft unterbrochen, weil neugeborene Babys häufig und unregelmäßig Hunger haben. Dazu kommt die Umstellung nach der Geburt: Viele Babys sind noch nicht in der Lage, Tag und Nacht zu unterscheiden. Ein gewisser Schlaf-Wach-Rhythmus stellt sich zwar bereits in den letzten Wochen der Schwangerschaft ein. Trotzdem dauert es meist eine Zeitlang, bis der Säugling zu seinem eigenen Schlafverhalten findet. Normalerweise beträgt die Schlafdauer bei neugeborenen Babys und Säuglingen bis zum Alter von drei Monaten etwa 16 bis 18 Stunden. Abweichungen sind völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung. Manche Babys wachen nur auf, wenn sie Hunger haben, und schlafen nach dem Stillen sofort wieder ein. Andere sind dagegen auch in den allerersten Lebensmonaten schon länger wach.

3 Monate - 11 Monate

im Alter von drei bis elf Monaten ändert sich das große Schlafbedürfnis nach und nach. Die Schlafdauer liegt insgesamt bei ungefähr 12 bis 16 Stunden, sie verteilt sich aber immer noch recht unregelmäßig auf Tag und Nacht. Beim nächtlichen Schlaf gilt ein ununterbrochener Schlaf von fünf Stunden als "Durchschlafen" - diese Schlafphase kann jedoch relativ früh in der Nacht, um Mitternacht herum oder erst in den sehr frühen Morgenstunden stattfinden. Tagsüber schlafen Babys ebenfalls noch viel. Dabei ist ein längerer Mittagsschlaf ebenso möglich wie mehrere, über den Tag verteilte Schläfchen. Eltern, die ihr Kind aufmerksam beobachten, werden schnell feststellen, ob das Baby vormittags und nachmittags eine zusätzliche Schlafzeit benötigt.

1 - 2 Jahre

Wenn das Kind ein bis zwei Jahre alt ist, ist der Schlaf in der Nacht meist recht stabil. Um die Mittagszeit ist das Kind oft müde, dann wird es Zeit für den Mittagsschlaf. Die Schlafdauer liegt bei durchschnittlich 15 Stunden. Diese Gesamtzeit verteilt sich auf die Nacht mit ungefähr zehn bis zwölf Stunden, manchmal auch länger, und auf mindestens eine Schlafzeit gegen Mittag. Es ist aber auch in Ordnung, wenn das Kind statt des Mittagsschlafs (oder zusätzlich) am Vormittag und am Nachmittag eine kürzere Zeit schläft.

3 - 4 Jahre

Die gesamte Schlafdauer beträgt bei Kindern im Alter von drei bis vier Jahren etwa 13 Stunden. Individuelle Abweichungen sind normal, manche Kinder brauchen mehr Schlaf und sind auch mittags müde, bei anderen reichen manchmal schon zehn bis zwölf Stunden in der Nacht, der Mittagsschlaf entfällt. Allmählich verzichten immer mehr Kinder auf die mittägliche Schlafzeit - eine Ruhepause ist aber trotzdem sinnvoll.

5 - 6 Jahre

Mit fünf bis sechs Jahren schlafen die meisten Kinder nur noch nachts. Lediglich in sehr aufregenden Lebensphasen ist ein gelegentlicher Mittagsschlaf sinnvoll. Die nächtliche Schlafdauer liegt zwischen neun und zwölf Stunden. Wenn das Kind mehr Schlaf braucht, ist auch das kein Grund zur Sorge. Wichtig ist jedoch, dass in diesem Alter die Vorbereitung auf die Einschulung stattfindet. Deshalb spielt nicht nur die Schlafdauer eine Rolle, sondern auch die Einschlaf- und Aufwachzeit.

6 - 13 Jahre

Im Alter von sechs bis 13 Jahren nimmt die Schlafdauer kontinuierlich ab. Die nächtliche Schlafzeit beträgt zwischen acht und zwölf Stunden. Das Kind ist jetzt in der Lage, am Wochenende und in den Ferien länger aufzubleiben und morgens dementsprechend länger zu schlafen.

13 - 17 Jahre

Mit dem Beginn der Pubertät steigt das Schlafbedürfnis wieder an. Der Grund liegt hauptsächlich in der hormonellen Umstellung. Das Schlafhormon Melatonin wird später ausgeschüttet, die Wirkung lässt aber auch später nach, sodass Jugendlich morgens oft sehr müde sind. Zudem müssen Jugendliche viele neue Eindrücke und Erfahrungen verarbeiten. Aktivitäten, die in den Abendstunden stattfinden, werden zunehmend interessant. Viele junge Menschen im Alter von 13 bis 17 Jahren machen oft tagsüber einen müden Eindruck. Erst allmählich entwickelt sich ein "erwachsenes" Schlafverhalten. Doch auch bei erwachsenen Menschen ist das Schlafbedürfnis individuell: Manche kommen mit sechs Stunden aus, andere benötigen zwischen acht und zehn Stunden. Bei Einschlafproblemen kann auch natürliche Schlafmittel zurückgegriffen werden um Schlafmangel zu verhindern.

Wie lange schlafen...?

Wer?Schläft wie viel?
Neugeborene (0-2 Monate)15-18 Stunden
Babys (3-12 Monate)12-16 Stunden
Säugling (1-3 Jahre)12-14 Stunden
Kleinkind (3-5 Jahre)10-13 Stunden
Schulkinder (6-10 Jahre)10-11 Stunden
Jugendliche (11-17 Jahre)8,5 - 9,5 Stunden
Erwachsene7-9 Stunden
Rentner7-8 Stunden
Hunde12-14 Stunden
Katzen12-16 Stunden

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