Welche Matratze passt am besten zu mir?

Welche Matratze passt zu mir

Welche Matratze passt zu mir?

Jeder Mensch ist ein Individuum mit körperlichen Eigenheiten. Deswegen gibt es keine allgemein perfekte Matratze. Wer unruhig schläft, braucht einen anderen Matratzentyp als ein Mensch, der altersbedingt mit physischen Schmerzproblemen zu tun hat. Bei Menschen mit hohem Körpergewicht muss die Matratze eine andere Festigkeit aufweisen als bei Kindern. Daher werden Matratzen aus unterschiedlichen Materialien hergestellt, um der menschlichen Individualität und den eigenen Vorlieben gerecht zu werden. Wir versuchen Ihnen mit diesem Ratgeber bei der Frage, welche Matratze passt zu mir, behilflich zu sein.

Welche Matratzenart ist die richtige?

Es gibt viele verschiedene Matratzenarten, die alle ihre eigenen Vor- und Nachteile haben, wir stellen diese nachfolgend einzeln vor.

Kaltschaummatratze die richtige Wahl?

Bei der Herstellung einer Kaltschaummatratze wird das Grundmaterial (Polyolen) ohne äußere Hitzezufuhr aufgeschäumt. Die dafür notwendige Wärme von 120° C wird allein durch eine Reaktion innerhalb des synthetischen Materials erzeugt.

Die Matratze kann sich durch unterschiedliche Kaltschaumschnittmuster dem Körper punktelastisch anpassen. Dadurch empfiehlt sie sich aus orthopädischer Sicht Menschen, die unter Rücken- oder Gelenkproblemen leiden oder sehr unruhig schlafen.
Kaltschaum ist ein sehr pflegeleichtes und hochelastisches Produkt, mit keim- und schimmelpilzresistenten Eigenschaften und damit perfekt für allergisch reagierende Menschen geeignet. Wer nachts stark schwitzt, sollte dagegen besser auf andere Matratzentypen ausweichen (Federkernmatratzen), da Kaltschaum eher wärmenden Charakter hat.

Passt eine Federkernmatratze zu mir?

Sie gehören zu den bekanntesten Matratzen, sind langlebig, stabil und sorgen aufgrund der Federhohlräume für hohe Atmungsaktivität. Durch ihre geringe Wärmeisolationsfähigkeit können sie bedenkenlos von Menschen gewählt werden, die nachts stark schwitzen. Federkernmatratzen unterteilen sich in drei Gruppen, die sich aufgrund der Anzahl und der Form der verwendeten Metallfedern unterscheiden:

Jede Federkernmatratze besteht aus einem Federkern, einer Schaumstoffpolsterung und einem umgebenden Matratzenbezug. Die Stahlfedern sorgen für optimale Stützkraft, gerade bei hohem Körpergewicht. Im Gegensatz zu Taschen- und Tonnentaschenfederkernmatratzen weisen qualitativ einfache Matratzen keine Punktelastizität auf und entwickeln bei längerem Gebrauch Liegekuhlen. Für Allergiker bergen Federkernmatratzen ein erhöhtes Risiko durch Milbenbefall. Besonders auf Boxspringbetten werden Federkernmatratzen gerne noch mit einem Matratzen Topper ergänzt. Diese Topper bestehen aus Gelschaum, Kaltschaum oder Viscose.

Visco Matratze passend für mich?

Visco Matratzen lassen den Körper leicht einsinken und setzen dem Gewicht keinen Widerstand entgegen. Wird der Druck von der Matratze genommen, braucht es einige Sekunden, bis sich das Material wieder in seine Ausgangsform begibt. Daher eignet sich dieses antiallergische Material besonders bei

  • Problemen der Wirbelkörper und Bandscheiben
  • Rückenschmerzen
  • degenerativen Gelenkerkrankungen
  • einem Schulter-Arm-Syndrom
  • Durchblutungsstörungen

Die Visco Schicht wird immer mit einer hochelastischen Kaltschaum Schicht unterlegt, wodurch die Trägheit des Materials in unterschiedlicher Intensität abgefangen werden kann. Der Körper ruht ohne Gegendruck orthopädisch entspannt. Druckspitzen an Schultern und Hüften werden vermieden. Für unruhig schlafende Menschen ist dieser Matratzentyp weniger zu empfehlen, da der entstehende Körperabdruck ein regelmäßiges Umdrehen erschwert. Bei kalten Raumtemperaturen erscheint die Matratze hart, durch Körperwärme entspannt sich das Material und es entsteht das Gefühl, wie auf Wolken zu schlafen.

Latexmatratzen für wen geeignet?

Latexmatratzen entstehen aus Naturkautschuk (natürlicher Latex) oder synthetischem Latex. Dabei weist die Naturkautschukmatratze eine wesentliche höhere Punktelastizität auf. Diese Matratzenart ist hervorragend für Allergiker geeignet, da das Material bakterienresistent ist. Latexmatratzen passen sich durch den flexiblen Latexkern dem Körper an und können ihn stabilisieren. Sie eignen sich für verstellbare Lattenroste, unterstützen alle Schlafpositionen und verfügen über ein sehr gutes Federungs- und Rückstellungsverhalten. Mit einem Raumgewicht (Maß für die Langlebigkeit und Qualität einer Matratze) zwischen 70 und 90 sind Latexmatratzen sehr langlebig. Allerdings haben sie ein hohes Eigengewicht, was beim Kauf und der späteren Pflege berücksichtigt werden sollte.

Matratzengrößen

Die beliebtesten Matratzengrößen sind die folgenden:

Verschiedene Liegepositionen

Viele Matratzen sind inzwischen mit Liegezonen ausgestattet, mit denen sich einzelne Körperbereiche bestmöglich in einer entspannten Liegeposition unterstützen lassen. Dabei werden der Kopf oder die Beine von festeren Liegezonen getragen, während Schultern und Becken auf einem weicheren Matratzenbereich gelagert werden.

Seitenschläfer Matratzen Empfehlung

In der Seitenlage haben das Becken und die Schulter den intensivsten Kontakt mit der Matratze. Ist die Matratze zu weich, sinken diese Körperpartien zu tief ein und die Wirbelsäule hängt durch. Weist die Matratze eine zu hohen Härtegrad auf, wird die Wirbelsäule beim Liegen nach oben gekrümmt und wird die gleichen Beschwerden hervorrufen. Für Seitenschläfer empfiehlt sich eine Matratze, die sich durch Punktelastizität auszeichnet. Matratzen aus Latex, hochwertigem Kaltschaum, Viscomaterial oder eine Tonnentaschenfederkernmatratze entsprechen diesen Bedürfnissen.

Rückenschläfer Matratzen Empfehlung

Rückenschläfer bewegen sich nachts wenig. Daher sind Viscomatratzen für diesen Schläfertyp perfekt geeignet, da das nachgebende Material ein ständiges Drehen des Körpers erschwert. In dieser Schlafposition ist es wichtig, dem Schulterbereich und dem unteren Rücken das Einsinken in die Matratze zu ermöglichen, während der restliche Körper waagerecht gehalten wird. Der Rückenschläfer kann daher aus allen Matratzenmaterialien wählen, sofern entsprechende Liegezonen den individuellen Körperbau berücksichtigen.

Bauchschläfer Matratzen Empfehlung

Bei dieser Liegeposition benötigt das Becken einen Matratzenbereich, der nachgeben kann. Bei einer Matratze mit hohem Härtegrad wird die Wirbelsäule im Rückenbereich gekrümmt. Ebenso bei einer zu weichen Matratze, bei der die Wirbelsäulenkrümmung im Halsbereich erfolgt, weil das Becken stärker einsinkt als der Kopfbereich. Generell können alle Matratzen verwendet werden. Da die Bauchlage aber eine eher unnatürliche Schlafposition ist, gibt es keine Matratze, die die Wirbelsäule bei dieser Schlafposition positiv unterstützt.

Matratzenarten im Test

Was ist der Matratzen Härtegrad?

Der Matratzen Härtegrad gibt an, wie weich oder fest eine Matratze ist und wird von deren Aufbau und den verarbeiteten Materialien bestimmt. Er wird in H1 - H5 ( einige Firmen verwenden auch den Buchstaben "F") unterteilt, wobei H1 sehr weich bedeutet und H5 eine sehr harte Matratze beschreibt. Da es keine einheitlichen Richtlinien für die Bestimmung des Härtegrades gibt, definieren die Hersteller diese selbst. Daher kann die Festigkeit zweier Matratzen mit gleichem Härtegrad komplett unterschiedlich ausfallen.

Matratzen Härtegrade Übersicht

Matratzen Härtegrade Übersicht

Um die Härte einer Matratze zu definieren, muss ein sogenannter Stauchwert bestimmt werden. Dabei wird ein bestimmter Druck auf die Matratze ausgeübt und beobachtet, wie sehr sich diese gegenüber ihrer ursprünglichen Höhe zusammendrücken lässt. Eine hohe Stauchhärte beschreibt eine Matratze, bei der Material und Beschaffenheit sehr fest sind.

Welche Matratze hilft bei Rückenschmerzen?

Nach ca. 10 Jahren sollte eine Matratze ausgetauscht werden, weil sie durchgelegen ist und den Körper nicht mehr in einer optimalen Schlafposition unterstützen kann. Bei Rückenschmerzen empfehlen sich Viscoschaummatratzen, wobei auf den möglichen Wärmestau und eine teilweise Bewegungseinschränkung hingewiesen werden muss. Generell kann eine Matratze keine Rückenschmerzen heilen. Auch orthopädische Matratzen können dabei keine Wunder vollbringen. Mit einer richtigen Auswahl kann jedoch Verspannungen vorgebeugt werden. Deshalb muss die perfekte Matratze.

  • im Härtegrad und der Materialwahl auf die individuelle Körperbeschaffenheit ausgerichtet sein
  • die Körperbereiche unterstützen, die durch die bevorzugte Schlafstellung beansprucht werden
  • aus hochwertigen Materialien bestehen
  • einem individuellen Wohlempfinden entsprechen

Weitere Testberichte & Ratgeber

      Matratzen.info Testberichte