Welche Matratze bei Rückenschmerzen kaufen? Die beste Matratze finden!

Rückenschmerzen durch falsche Matratze

Rückenschmerzen durch falsche Matratze

Wer kennt dieses Problem nicht: Man schläft schlecht, weil es sich anfühlt, als liege man falsch, oder wacht morgens mit Rückenschmerzen auf. Wenn sich der Rücken beim Schlafen verspannt, anstatt sich zu erholen, kann die Matratze an diesem Zustand schuld sein und es kann zu Schlafstörungen kommen.
Rund 2.500 Stunden im Jahr verbringt der Mensch durchschnittlich im Bett - das ist immerhin etwa ein Drittel seines Lebens. Und genau aus diesem Grund sollte man sich beim Kauf der Matratze sehr viel Zeit nehmen und gründlich über das ideale Produkt für die eigenen Ruhebedürfnisse und Schlafvorlieben informieren.

Die "beste" Matratze bei Rückenschmerzen - wer suchet, der findet?

Gleich vorweg die schlechte Nachricht: Die "beste" Matratze gibt es nicht. Die Wahl der Schlafunterlage hängt von verschiedensten Kriterien, Vorlieben und Bedürfnissen sowie vom gesundheitlichen bzw. körperlichen Zustand ab und ist eine sehr individuelle Sache.

Wer auf einer alten, billigen oder durchgelegenen Matratze liegt, riskiert nicht nur unangenehme Wehwehchen, sondern setzt seine körperliche Gesundheit aufs Spiel - kann sich der Körper im Schlaf nicht erholen, rächt sich das irgendwann bitter.

Umso wichtiger ist es, große Sorgfalt auf die Wahl der richtigen Matratze zu legen und diese auszutesten, denn es spielt nicht nur der gesundheitliche Aspekt eine Rolle, sondern auch der Wohlfühlfaktor.
Die Rückgabe des gewählten Produkts ist allerdings oft nicht möglich oder zumindest mit erheblichen finanziellen Verlusten verbunden.

Umso wichtiger ist es, sich vor der Anschaffung des guten Stücks gründlich zu informieren und eventuell mit dem Käufer auf ein einwöchiges Probeliegen im eigenen Bett zu einigen. Mittlerweile bieten viele Onlinehändler aber ein 100 tägiges Probeliegen an. In dieser Zeitspanne ist es möglich herauszufinden, ob die gewählte Matratze die richtige ist.

Folgend die wichtigsten Kaufkriterien:

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Single- oder Partnerschläfer?

Zuerst einmal muss man die Frage klären, ob man alleine auf der Matratze liegt, oder sie mit jemandem teilt - der unter Umständen ganz andere Schlafbedürfnisse bzw. -gewohnheiten hat oder über eine andere Körperstatur verfügt. Liegen hier gravierende Unterschiede vor, sollten zwei einzelne Matratzen gekauft werden, die lästige Besucherritze wird später beispielsweise durch einen Matratzen Topper beseitigt.

Einige Hersteller bieten außerdem die Möglichkeit an, zwei verschiedene Matratzenkerne in einem Partnerbezug zu kombinieren. Bei einem Wasserbett spricht man von Duo-Kernen.
Liegen zwei einzelne Schlafunterlagen in einem Doppelbett aneinander, sollten sie auf jeden Fall gleich hoch sein, um eine störende "Treppe" zu vermeiden.

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Welche Schlafposition haben Sie?

Danach gilt es zu klären, welcher Matratzentyp am besten zur gewohnten bzw. bevorzugten Schlafposition passt - in der Regel gibt es Bauch-, Seiten-, Rücken- und Wechselschläfer.
Bauch- und Rückenschläfer brauchen eine festere Matratze, die ausreichend stützt, damit ein Durchhängen im mittleren Körperbereich unterbunden wird. Seitenschläfer hingegen benötigen aufgrund der variierenden seitlichen Körperkontur eine anpassungsfähige und flexible Matratze, um im Schulter- und Hüftbereich weit genug einsinken zu können. Je nach Schlafposition, sollte also eine orthopädische Matratze gewählt werden, welche die entsprechende Stützkraft bzw. Anpassungsfähigkeit bieten kann und hilft Schmerzen zu verhindern.

Matratzenart für Bauchschläfer: Federkern-, Visco- oder Kaltschaummatratze
Matratzenart für Seitenschläfer: Federkern-,Visco-, Kaltschaum- oder Latexmatratze
Matratzenart für Rückenschläfer: Federkern- oder Visco-Matratze
Matratzenart für Wechselschläfer: Federkern- oder Kaltschaummatratze

Federkernmatratzen: enthalten Metallfedern, können gut Feuchtigkeit abführen und gute Punktelastizität
Visco-Matratzen: passen sich ideal dem Körper an, werden bei hohem Druck wärmer
Kaltschaummatratzen: sehr elastisch, unterschiedliche Zonen, lange haltbar
Latexmatratzen: punktelastisch, fest, schwer

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Welches Liegegefühl bevorzugen Sie?

Ist die Entscheidung zugunsten einer bestimmten Matratzenart gefallen, muss man herausfinden, welchen Matratzen Härtegrad man bevorzugt: Je höher, desto fester das Liegegefühl, je niedriger, desto weicher das Liegegefühl. Darüber hinaus spielt auch das Körpergewicht eine Rolle.

Die Faustformel zur Orientierung (ausgenommen individuelle Vorlieben):

Härtegrad H1 = besonders weich - für Menschen bis ca. 60 Kilo Körpergewicht
Härtegrad H2 = mittel - für Menschen bis ca. 75 Kilo Körpergewicht
Härtegrad H3 = hart - für Menschen bis ca. 90 Kilo Körpergewicht
Härtegrad H4 = sehr hart - für Menschen ab ca. 90 Kilo Körpergewicht

Ebenfalls für den Schlafkomfort entscheidend sind die Liegezonen. Diese Unterteilungen sollen bestimmte Körperregionen besser stützen, das Gewicht gleichmäßig verteilen und das Einsinken des Schläfers kontrollieren. Auch bei einem Bandscheibenvorfall ist die Wahl der richtigen Matratze wichtig.

Ziel ist, den entstehenden Liegedruck eines Körpers zu verringern.
Unterschieden werden: 3-, 5-, 7- und 9-Zonen-Matratzen, wobei sich die Matratzen mit 7 Zonen (2 x Kopf-, 2 x Schulter-, 2 x Lenden- sowie 1 x Hüftbereich) mittlerweile durchgesetzt haben.

Ebenso sollte auf das Raumgewicht geachtet werden. Das Raumgewicht gehört zu den Qualitätsindikatoren und sollte mindestens 35 sein.

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Sind Sie Allergiker?

Zur Ausstattung der gewählten Matratze gehört ein Bezug, der den eigenen Wünschen entspricht. Legt man Wert auf eine hygienische Schlafumgebung oder leidet beispielsweise an einer Hausstaubmilbenallergie, sollte man auf alle Fälle auf die Waschbarkeit achten. Viele Bezüge sind außerdem mit einem atmungsaktiven und feuchtigkeitsregulierenden Klima-Vlies versteppt, wodurch man ein warmes, trockenes und damit gesundes Schlafklima schafft.

Beim Stoff unterscheidet man

  • Drell: sehr fest und dich gewebt, strapazierfähig, meist nicht abnehm- und waschbar
  • Frottee: saugfähig, ideal für Menschen, die nachts stark schwitzen
  • Doppeltuch: elastisch, flexibel, atmungsaktiv und strapazierfähig,

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Matratzen Testberichte lesen

Wer sich nicht auf den Rat eines einzelnen Verkäufers im Geschäft verlassen möchte, sondern eher einem Expertenurteil traut, der sollte vor dem Erwerb einer Matratze Testberichte im Internet lesen oder die Matratzen Testsieger der Stiftung Warentest genauer anschauen.

Welcher Lattenrost hilft bei Rückenschmerzen?

Um ein optimales und vor allem - für den Rücken - gesundes Liegegefühl zu erzielen, sollten alle Bettelemente sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Besonders im Fokus ist hier das Zusammenspiel von Matratze und Lattenrost.

Hier die wichtigsten Produkte und ihre Eigenschaften:

Rolllattenrost

Die einfachste Variante, bestehend aus Latten, die mittels Band miteinander verbunden sind und die auf dem Bett ausgerollt werden. Sie sind nicht individuell einstellbar.

Standardlattenrost

Leicht gebogene Bretter, die mit einem Rahmen verbunden sind, wodurch der Lattenrost ein wenig nachgibt. Je weniger Bretter, desto schlechter passt sich der Lattenrost den unterschiedlichen Druckzonen an - mindesten 25 sind empfehlenswert.

anpassbarer Lattenrost

Im Schulterbereich und unter Umständen auch im Hüftbereich sind zwei Bretter mit Stoffspannern verbunden, die sich hin- und herschieben lassen. So kann man einstellen, wie stark der Lattenrost unter dem Körpergewicht nachgibt.

flexibler Lattenrost

In beinahe unendlich viele unterschiedliche Formen zu bringen: Kopfteil anheben, Beine hochlegen und verschiedene Belastungszonen den Schlafbedürfnissen anpassen. Manche Modelle sind sogar per Fernsteuerung bedienbar.

Tellerfeder-Lattenrost

Latten dienen als Träger für quadratische bewegliche Kunststoffteller. Pro Latte sind fünf bis sechs dieser Teller vorhanden, auf denen die Matratze aufliegt. Unzählige Anpassungen möglich.

Achtung: Liegen zwei einzelne Schlafunterlagen in einem Doppelbett aneinander, sollten entsprechend dazu auch zwei Lattenroste verwendet werden. Unter einer 140x200 cm Matratze sollte auch ein 140x200 cm Lattenrost verwendet werden. Hierfür eignen sich besonders Modelle mit randloser Unterfederung.

Gründe und Ursachen für Rückenschmerzen

Ein Grund für Rückenprobleme sind verspannte Muskeln - dies kommt unter anderem von zu langem Sitzen im Job, einseitiger oder fehlerhafte Belastung sowie vom Liegen auf der falschen Matratze. In Kombination damit tritt häufig die mangelnde Unterstützung der Knochen aufgrund einer schlechten Bettunterlage auf. Dadurch kann sich sogar die Bandscheibe verschieben.

Ein weiterer Grund für das Weh im Kreuz ist mangelnde Bewegung. Ausreichend Muskelarbeit ist notwendig für den Schutz und die Stützung der Wirbelsäule. Werden diese Funktionen geschwächt, sind Rückenschmerzen die Folge.

Aber auch Übergewicht - das häufig mit Bewegungsmangel in Verbindung steht - verursacht Probleme mit dem Kreuz. Muss die Wirbelsäule eine große Last in aufrechter Position halten, und das womöglich ohne trainierte Muskeln, sind Rückenschmerzen nur eine logische Konsequenz.

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