Wasserbett kaufen? Vorteile & Nachteile im Test

Wasserbetten haben eine mit Wasser gefüllte Matratze. Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Ausführungen, zu denen unter anderem Hardside, Softside, Masterpiece, Isolit, Leichtgewicht, Niveau und höhenverstellbare Wasserbetten gehören. Seit sie 1960 auf den Markt kamen, wurden sie ständig weiterentwickelt.

Wie ist ein Wasserbett aufgebaut?

Kernstück des Wasserbetts ist die Wassermatratze. Diese liegt auf einer stabilen Bodenplatte, die von einem Sockel umschlossen wird. Während bei einem Hardside-Wasserbett der Sockel aus hartem Material besteht, ist ein Softside-Wasserbettes von einem weichen Schaumrahmen umgeben. Dieser bestimmt im Wesentlichen das äußere Bild des Wasserbettes und ist wahlweise mit Stoff, Holzdekor oder Kunstleder. Es gibt aber auch Wasserbetten, die ganz ohne Rahmen auskommen.

Wasserbett Aufbau

Wasserbett Aufbau

Die Bestandteile des Wasserbettes in einer Übersicht:

  • eine oder zwei Wassermatratzen
  • die Sicherheitswanne
  • der Bezug für die Wassermatratze
  • die Heizung
  • der Schaumrahmen
  • die Bodenplatte mit Sockel

Das Wasserbett hat Vorteile

  1. Erholsamer Schlaf
    Das Wasser in der Matratze wird durch die Heizung bereits auf die richtige Temperatur gebracht. Der Schläfer bettet sich auf dem wohlig warmen Wasserbett und kann deutlich schneller einschlafen. Zudem gibt das Wasserbett an sämtlichen Stellen nach und es gibt keine Druckpunkte wie bei herkömmlichen Matratzen. Der Schlaf ist tiefer und erholsamer.
  2. Einwandfreie Hygiene
    Während sich in herkömmlichen Matratzen unzählige Milben tummeln und in den Zwischenräumen von Hautschuppen ernähren, sind Wasserbetten deutlich hygienischer und somit hervorragend für Hausstaub-Allergiker geeignet. In die Wassermatratze können weder Hautschuppen noch Milben eindringen. Der textile Bezug kann abgenommen und in der Waschmaschine gewaschen werden, für die Wassermatratze selbst gibt es spezielle Reinigungs- und Pflegemittel.
  3. Angenehm bei Rückenschmerzen
    Wer lange im Sitzen arbeitet und über Rückenschmerzen klagt, verspürt im Wasserbett schnell Linderung. Das warme Wasser entspannt die Muskeln und stützt den Körper beim Schlafen gleichmäßig. Auch Menschen, die an entzündeten Gelenken leiden oder über Muskelschmerzen klagen, entspannen sich im Wasserbett deutlich leichter.
  4. Hervorragender Liegekomfort
    Schulter, Hüfte und Fersen sind die drei Stellen am Körper, die auf einer herkömmlichen Matratze den meisten Druck aushalten müssen. Die Wassermatratze gibt perfekt nach - es gibt keine störenden Druckpunkte mehr. Da gleichzeitig das Blut an diesen Druckpunkten ungehemmt zirkulieren kann, braucht sich der Schläfer nicht so oft zu wenden. Die erholsamen Tiefschlafphasen werden länger und der Schlaf insgesamt tiefer und erholsamer.
  5. Immer ein angenehm warmes Bett
    Die Wassermatratze funktioniert ein wenig wie eine große Wärmflasche. Die Heizung in ihr sorgt für behagliche Wärme. Die Temperatur kann stufenlos und individuell geregelt werden.

Wasserbett Nachteile

  1. Die Kosten
    Soll das Wasserbett wirklich gut sein, hat es seinen Preis. Günstige Angebote gehen oft mit einer nicht so guten Qualität einher.
  2. Das Gewicht
    Ein Wasserbett kann bis zu 800 Kilogramm wiegen. Das kann in einem Altbau die Decke bis an ihre Belastungsgrenze bringen. Allerdings sorgt die Bodenplatte dafür, dass dieses Gewicht auf die gesamte Fläche von vier Quadratmetern gleichmäßig verteilt wird. Steht das Wasserbett an Ort und Stelle, kann das Schlafzimmer nicht mehr spontan umgeräumt werden. Vor einem Umzug muss das Wasser mit Hilfe einer Pumpe aus der Matratze entfernt werden.
  3. Die Heizung verursacht laufende Kosten
    Die Heizung sorgt zwar dafür, dass die Wassermatratze angenehm temperiert ist, braucht jedoch dafür Strom. Jährlich fallen - je nach Wasserbettmodell - zwischen 50 und 100 Euro an Kosten dafür an. Gleichzeitig werden spezielle Reinigungs- und Pflegemittel für die Wassermatratze benötigt, außerdem ein Konditioner.

Für wen ist ein Wasserbett geeignet?

Grundsätzlich ist ein Wasserbett für jeden Menschen gleichermaßen geeignet. Das gilt für gesunde Menschen, aber auch für Menschen, die körperlich beeinträchtigt oder krank sind. Walter Pitzer, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin in Hessen, urteilt, dass es keine Diagnose gäbe, die das Wasserbett ausschließen würde. Besonders Allergiker schätzen die milbenfreie Wassermatratze. Da sich die Vinyl-Oberfläche einfach reinigen lässt, haben sie deutlich weniger mit ihrer Allergie zu kämpfen als auf einer herkömmlichen Matratze.


Was kostet ein Wasserbett?

Es kommt darauf an, wie hochwertig das Wasserbett sein soll. Für ein günstiges Wasserbett mit einer Breite von einem Meter sind rund 500 Euro zu zahlen, ein Dualsystem in den Abmessungen zwei Meter mal zwei Meter zwanzig gibt es bereits ab rund 700 Euro. In den meisten Fällen ist im Preis nicht nur die Wassermatratze, sondern auch Schaumstoffumrandung, Sicherheitswanne, Heizung, Sockel und Bodenplatte enthalten. Oft wird ein erstes Pflegeset mit Reiniger und Conditioner ebenfalls gratis bei einem Kauf dazugelegt. Die Füllung der Wassermatratze kostet keine fünf Euro, der genaue Preis hängt jedoch vom jeweiligen Preis ab, den der örtliche Wasserversorger für einen Kubikmeter verlangt. Der Conditioner hält das Wasser in der Matratze frisch. Wie viel die Heizung jährlich kostet, hängt von der Größe der Wassermatratze und von der Leistung der Heizung ab.


Schwitzt man auf einem Wasserbett?

Nicht unbedingt. Für das perfekte Klima im Wasserbett sorgt nicht nur die richtige Wassertemperatur, sondern der Bezug auf der Wassermatratze. Wer von Natur aus zu starkem Schwitzen neigt, sollte einen speziellen Bezug wählen, der mit einem Abstandgewirk für die entsprechende Zirkulation der Luft sorgt. Ist der Bezug des Wasserbetts an die Bedürfnisse des Schläfers angepasst, schwitzt man auf einem Wasserbett sogar weniger als in einem herkömmlichen Bett.


Was ist der Unterschied zwischen Mono & Duo?

Während ein Mono-Wasserbett aus einer einzigen Wassermatratze besteht, hat das Duo-Wasserbett zwei Wassermatratzen. Das Mono-System ist für Menschen geeignet, die etwa gleich schwer sind und die gleiche Temperatur beim Schlafen mögen. Dagegen eignet sich das Duo-System für diejenigen, die ihre Schlaftemperatur unabhängig vom Partner wählen wollen. Sind beide Partner unterschiedlich schwer, ist das Duo-System ebenfalls sinnvoller.


Welchen Härtegrad hat ein Wasserbett?

Beim Wasserbett gibt es keine Härtegrade, sondern Beruhigungszonen. Im Inneren der Wassermatratze befindet sich nicht nur Wasser, sondern auch Vlieseinlagen. Setzt oder legt sich ein Mensch auf das Wasserbett, hängt es von der Anzahl der Vliese ab, wie stark die Wassermatratze schwingt: Je weniger Vliese vorhanden sind, desto stärker schwingt es. Auch die Füllmenge des Wassers hat einen - wenn auch geringen - Einfluss auf die Härte. Soll das Wasserbett härter sein, kommt auf die Matratze eine Auflage, ein sogenannter Visco Topper oder anderer Matratzen Topper.


Ist ein Wasserbett gesund?

Wer auf einem Wasserbett schläft, dessen Tiefschlafphase ist länger, der Schlaf fester und somit erholsamer. Auch Rücken- und Gelenkbeschwerden werden weniger. Da der Schlaf im Wasserbett gesünder ist, kann mit gutem Gewissen die Frage bejaht werden: Ein Wasserbett ist in jedem Fall gesund.


In welchen Größen gibt es Wasserbetten?

Wasserbetten gibt es - wie herkömmliche Betten auch - in ganz vielen unterschiedlichen Größen. Allerdings gibt es eine Besonderheit: Hat das Wasserbett eine Länge von zwei Metern, ist die tatsächliche Länge der Liegefläche zwölf Zentimeter kürzer. Das liegt an den stabilisierend wirkenden Schaumkeilen, die jeweils sechs Zentimeter Platz an jeder Seite brauchen. Daher sollten sich die Maße des Wasserbettes nach den Größen der Menschen richten, die darin schlafen wollen.


Wofür ist der Conditioner?

Der Conditioner erfüllt zwei Aufgaben: Er sorgt zum einen dafür, dass das Vinyl der Wassermatratze geschmeidig bleibt und zum anderen verhindert er die Bildung von Algen, Schimmel und hemmt die Ausbreitung von Keimen und Bakterien. Der Conditioner wird zum Wasser der Wassermatratze hinzugegeben. Damit bleibt das Wasser auch über lange Zeit so frisch wie am ersten Tag.


Wie hoch sind die Stromkosten für ein Wasserbett?

Die genaue Höhe der Stromkosten hängt von der Heizung ab, mit der die Wassermatratze ausgestattet ist. So verbrauchen sparsame Heizungen nicht mehr als achtzig bis einhundert Euro jährlich. Selbstverständlich hat auch die Temperatur im Schlafzimmer einen Einfluss auf den Stromverbrauch: Ist es dort kalt, muss die Heizung deutlich mehr arbeiten als in einem warmen Schlafraum.

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