Warum zucke ich beim Einschlafen?

Gerade will man friedlich einschlafen, als es plötzlich an Armen, Beinen oder in den Augen zuckt. Dabei handelt es sich um keine seltene Erscheinung. Etwa 70 Prozent der Menschen erleben es immer wieder, dass ihre Muskeln beim Einschlafen plötzlich loszucken. Zunächst einmal sei aber gesagt, dass diese Einschlafzuckungen völlig harmlos sind! Hierfür können verschiedene Ursachen verantwortlich sein, beispielsweise Magnesiummangel oder zu viel Stress.


Gründe für Einschlafzuckungen

Im wachen Zustand erhalten die Muskeln Signale von den zuständigen Nervenzellen, woraufhin sie sich zusammenziehen oder ausdehnen. Diese Vorgänge verlangsamen sich beim Einschlafen, allerdings zeitlich unterschiedlich schnell. Während die für das Denken zuständigen Gehirnregionen zügig abschalten, sind die für Bewegung zuständigen Bereiche noch etwas länger aktiv. Dabei können ursachenabhängig Muskelkontraktionen, auch Myoklonie genannt, entstehen, die sich als Zuckungen äußern.  Bis heute haben Experten die möglichen Ursachen noch nicht abschließend geklärt. Ganz allgemein kommt Dr. Carl Bazil vom Columbia Sleep Disorders Center mit seiner These, dass das Gehirn durch die unterschiedlich gesendeten Signale selbst etwas durcheinander kommt, den möglichen Ursachen ziemlich nahe.

Muskelzuckungen beim Einschlafen

Muskelzuckungen beim Einschlafen

Bereits 1959 hat Ian Oswald von der University of Oxford das Phänomen genauer untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass Muskelzucken während des Einschlafens häufiger bei den Versuchspersonen auftrat, die angespannt waren, z. B. wegen eines Geräusches. Der Experte registrierte während der Zuckbewegungen große Ausschläge in den Hirnstromkurven, was auf überreizte Nerven in der Formatio reticularis (Neuronennetzwerk im Hirnstamm) schließen ließ. Er vermutete, dass die so erzeugten Fehlzündungen zu Erregungswellen führen, die sich in andere Hirnbereiche ausbreiten und im Bewegungszentrum Muskelanspannungen verursachen.

Eine weitere Theorie darüber, welche Ursache beim Einschlafen für das Zucken der Muskeln verantwortlich ist, sehen Forscher in einer Art Missverständnis zwischen Gehirn, Muskeln und Gleichgewichtsorgan. Dabei geht man von der Annahme aus, dass sich das Gehirn während des Einschlafens in einer Art Mischzustand befindet. Während die Gehirnregion für Gefühle und Gedanken schon im Ruhemodus weilt, wartet der noch aktive Teil auf Signale, die das Innenohr als Gleichgewichtsorgan sendet. Dieses sieht in dem ruhenden Zustand des Einschlafenden einen unstabilen Schwebezustand und gibt diesen Eindruck weiter. Das Gehirn leitet aus dieser Information eine Gefahrensituation ab, wie es sie aus dem täglichen Leben oder aus Träumen kennt, beispielsweise ein Stolpern mit anschließendem freien Fall. Es interpretiert dies als Schreckmoment, worauf die Reaktion der einschlafenden Person ein starkes Zucken der Muskeln ist.


Keine Sorgen machen wenn Muskeln beim Einschlafen zucken!

Dass beim Einschlafen Muskeln zucken, haben die meisten Menschen schon erlebt. Immerhin ist dies, wie schon vorab erwähnt, für 70 Prozent der Bevölkerung ganz normal. Besonders Kleinkinder trifft es am häufigsten. Auch wenn sich die Mediziner bis heute über die Ursachen des Muskelzuckens nicht endgültig einigen konnten, besteht zumindest Einigkeit darüber, dass im Halbschlaf vereinzeltes Zucken der Muskeln völlig unbedenklich ist. Trotzdem kann das Symptom in einzelnen Fällen auf eine ernste Erkrankung hinweisen. Treten beispielsweise neben dem Zucken auch Schmerzen oder Gefühlsstörungen auf, kann es sich um eine neurologische Erkrankung wie das Restless-Legs-Syndrom handeln. Jetzt sollte die betroffene Person unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Auch ohne endgültige Ursachenbenennung wissen die Wissenschaftler, wozu sie Betroffenen raten sollen. Dazu gehören keine anstrengenden Bewegungen am späten Abend und auch kein Koffein. Zudem ist es wichtig, um ruhig und entspannt einschlafen zu können, vorab jegliche Art von Stress zu vermeiden. Natürlich muss die Matratze für dich bequem sein um optimalen Schlaf zu ermöglichen. Zumindest sollten Betroffene im Fall von Stress kurzfristig Maßnahmen ergreifen, die helfen, den Stress zu bewältigen.

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