Wann und wie oft die Matratze wechseln?

Wir verbringen gut ein Drittel unseres Lebens im Bett. Das bedeutet natürlich auch, dass wir nach Möglichkeit unsere Matratzen regelmäßig auswechseln sollten. Doch wie lange hält eine Matratze und welche Anzeichen sprechen dafür, dass eine neue Matratze nun notwendig ist.


Gründe für eine neue Matratze

Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Faktoren für einen Matratzenwechsel.

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Bei Liegekuhlen Matratze wechseln

Liegekuhlen sind ein guter und wichtiger Grund für einen Matratzenwechsel. Wer immer in der gleichen Position schläft, schafft mit der Zeit Liegekuhlen in der Matratze. Dort kann diese somit ihre hilfreiche Stütz- und Entspann-Funktion nicht mehr erfüllen. Der Schlaf wird somit deutlich weniger erholsam und angenehm für den Körper. Aus diesem Grund sollten Matratzen regelmäßig gewendet werden, um die Entstehung solcher Liegekuhlen zu vermeiden. Vor allem bei Matratzen mit einem niedrigen Raumgewicht treten diese Kuhlen sehr schnell auf. Sie sind ein deutliches Anzeichen, dass ein Wechsel der Matratze unmittelbar bevorstehen sollte.

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Allergien sind Grund für neue Matratze

Wer unter Allergien leidet sollte ein besonderes Augenmerk auf die eigene Matratze legen. Denn trotz Schutzhüllen und Schonbezügen werden Matratzen sehr häufig von Allergenen bevölkert, welche sich im Laufe der Zeit immer stärker vermehren. Da sich Matratzen nicht effektiv waschen und somit befreien lassen, kann es hier ganz allmählich zu einem Anstieg der Allergien kommen. Spätestens, wenn die Nachtruhe aufgrund der Allergien anfängt gestört zu werden, sollten Sie über einen Matratzenwechsel nachdenken. Eine neue Matratze kann hier echte Wunder wirken.

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Wegen Rückenschmerzen neue Matratze kaufen

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Eine nicht mehr passende Matratze beziehungsweise eine zu alte Matratze kann hier häufig der Auslöser sein. Die Wirbelsäule kann sich aufgrund des Matratzen-Verschleißes nicht mehr in der Nacht entspannen und muss weiterhin von der Muskulatur gestützt werden. So kann sich diese ebenfalls nicht erholen. Die Schmerzen werden durch die Nächte nicht gelindert, sondern sehr häufig sogar verstärkt.

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Hygiene Gründe für neue Matratze

Der Mensch schwitzt und das auch in der Nacht und reichlich. Selbst wenn die Matratze funktionell noch in Ordnung ist, so spielt die Hygiene der Matratze dennoch eine wichtige Rolle. Denn die Matratze nimmt in der Nacht den Schweiß auf und leitet diesen ab. Das so etwas nicht ohne Spuren vonstatten geht, steht außer Frage. Allein aus Gründen der Hygiene ist ein regelmäßiger Wechsel der Matratze in jedem Fall zu empfehlen.


Wie oft soll ich die Matratze wechseln?

Die Lebensdauer einer Matratze hängt durchaus auch von deren Qualität ab. Grundsätzlich empfiehlt der TÜV einen Wechsel der Matratze nach acht Jahren. Viele namhafte Hersteller geben auch eine Garantie auf ihre Matratzen von bis zu 10 Jahren. Günstige Matratzen mit einem niedrigen Raumgewicht können allerdings bereits früher einen Matratzenwechsel notwendig machen. Experten empfehlen in einem solchen Fall einen Wechsel nach fünf bis acht Jahren. Die einzige Ausnahme bilden hierbei Matratzen mit einem nicht waschbaren Bezug. Diese sollten allein aus hygienischen Gründen bereits nach fünf Jahren ausgewechselt werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt kann die Matratze nicht mehr als hygienisch empfehlenswert bezeichnet werden. Wichtig ist, dass die Matratzen regelmäßig gepflegt und gewendet werden. Ohne diese Maßnahmen kann die Lebensdauer der Matratze deutlich von den Empfehlungen des TÜVs abweichen und deutlich unter den oben genannten Zeiträumen liegen.


Was beeinflusst die Lebenszeit einer Matratze?

Warum sind manche Matratzen eher durchgelegen als andere? Wir erklären die Faktoren welche die Lebenszeit einer Matratze beeinflussen.

Raumgewicht wichtigster Qualitätsindikator

Das Raumgewicht spielt eine wesentliche Rolle für die Lebensdauer einer Matratze. Das Raumgewicht definiert, wie schwer ein Kubikmeter des Matratzenmaterials pro Kilogramm ist. Auf den Matratzen wird das Raumgewicht zumeist unter dem Kürzel RG angegeben. Je höher das Raumgewicht, umso stärker ist die Matratze und umso geringer die Gefahr von Liegekuhlen in der Matratze. Das Raumgewicht darf nicht mit dem Härtegrad verwechselt werden. Ein höheres Raumgewicht bedeutet nicht zwangsweise eine härtere Matratze. Grundsätzlich sind Matratzen mit einem Raumgewicht ab 40 für ihre höhere Lebensdauer bekannt.

RaumgewichtLebenserwartung
bis 252 Jahre
25-352-4 Jahre
35-404-6 Jahre
40-506-8 Jahre
50-608-10 Jahre
+ 60> 10 Jahre

Pflege der Matratze

Die Pflege der Matratze spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Matratze sollte regelmäßig gewendet und belüftet werden. Grundsätzlich gilt es die Matratzen alle vier bis acht Wochen zu wenden und dazwischen regelmäßig zum belüften hochkant zu stellen. Die Bezüge der Matratzen sollten alle zwei Monate nach Anleitung auf dem Etikett gereinigt werden. Ein Absaugen der Matratze wird allerdings nicht empfohlen.


Topper und Matratzenschoner

Mit einem Matratzen Topper oder einem Matratzenschoner kann die Lebenszeit einer Matratze verlängert werden.


Fazit: So oft muss die Matratze gewechselt werden

Es gibt viele Gründe die eigene Matratze regelmäßig zu pflegen und diese bei Bedarf frühzeitig auszutauschen. Grundsätzlich kann man sagen, dass spätestens alle acht Jahre eine neue Matratze angeschafft werden sollte. Zudem sollten Sie darauf achten, dass sich keine Liegekuhlen bilden und das die Matratze möglichst gut und regelmäßig gereinigt und gewendet wird. Ebenso kann ein Topper die Lebenszeit einer Matratze verlängern. Achten Sie zudem beim Matratzenkauf auf das Raumgewicht der Matratze, da dieses eine erhebliche Auswirkung auf die Lebensdauer der Matratze hat. Wird die Matratze zu lange genutzt, kann dies zu Rückenschmerzen, einen weniger erholsamen Schlaf oder auch verstärkten Allergien führen, da sich in der Matratze Allergene im Laufe der Zeit anreichern können.

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