Schlafmangel Folgen, Symptome & Lösungsansätze

Hast Du gewusst, dass Du rund ein Drittel Deines Lebens schlafend verbringst, oder verbringen solltest? Denn Körper und Geist benötigen ausreichend Schlaf, um sich wieder zu regenerieren. Fakt ist aber auch, dass etwa jeder zweite Mensch in Deutschland zumindest gelegentlich unter Schlafstörungen leidet. Dies führt auf Dauer zu Schlafmangel mit fatalen Folgen für die Gesundheit.


Symptome von Schlafmangel

Du benötigst wahrscheinlich keine Symptome, um zu bemerken, dass es Dir an Schlaf mangelt. Auch wenn Du nachts vielleicht nicht bewusst wahrnimmst, dass Dein Schlaf kurz unterbrochen wird. Der auf eine schlechte Nacht folgende Tag wird jedenfalls anstrengend. Schlafmangel erkennst Du vor allem an Deinem persönlichen Befinden. Menschen mit zu wenig Schlaf sind oftmals nervös und gereizt. Sie empfinden Stress, auch wenn es keinen Grund dafür gibt. Neben depressiven Verstimmungen und Missmut kann auch Konzentrations- und Leistungsschwäche hinzukommen. Darüber hinaus frieren Menschen mit Schlafmangel leichter. Die Schmerzempfindlichkeit ist erhöht und oft fällt es einem schwer, die richtigen Worte zu finden. Natürlich ist man tagsüber einfach müde, was ebenfalls ein Symptom von Schlafmangel ist.


Schlafmangel Symptome Liste:

Folgende Symptome sind die Folge von Schlafmangel:

  • Nervosität
  • Leichtere Reizbarkeit
  • Jede Anstrengung wird als Stress empfunden
  • Frieren & zittern
  • Höhere Schmerzempfindlichkeit
  • Sprechen fällt schwerer
  • Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen

Welche Folgen Schlafmangel kurzfristig hat

Wer ein paar Nächte zu wenig oder schlecht schläft, wird die Folgen des Schlafmangels sofort spüren. Du fühlst Dich müde und schlapp, reagierst leicht über und bist weniger leistungsfähig. Schlafmangel löst außerdem die Hormonausschüttung von Cortisol aus, das Deinen Körper verwirrt, den Stoffwechsel stört sowie das Stressempfinden und den Blutdruck erhöht. Oftmals kommen Kopfschmerzen hinzu. Schlafmangel führt aber auch dazu, dass Du mehr Appetit hast und in der Folge Gewicht zunimmst. Denn während dem Schlafen schüttet der Körper das Hormon Leptin aus, das für die Appetithemmung zuständig ist. Aufgrund der verminderten Leptinproduktion über Nacht isst Du tagsüber mehr, als Du eigentlich benötigst.

Eine weitere Folge von Schlafmangel, die Du schnell zu spüren bekommst, ist die Verringerung Deiner Abwehrkräfte. Denn die natürlichen Abwehrzellen werden ebenfalls im Schlaf produziert. Durch zu wenig Schlaf wird also auch Dein Immunsystem geschwächt. Lernen und sich konzentrieren fällt übrigens auch schwerer, wenn Du zu wenig oder schlecht schläfst, da sich Dein Gehirn nicht richtig regenerieren kann. Dazu kommt eine verminderte Reaktionsfähigkeit, was die Gefahr von Unfällen erhöht.


Langfristige Folgen von Schlafmangel

Schlafmangel bringt immer eine Störung der Hormonhaushalte mit sich, was bei Männern und Frauen zu einer verringerten Fruchtbarkeit führen kann. Denn die Spermienproduktion wird bei Männern aufgrund der verringerten Produktion von Testosteron beeinträchtigt. Bei Frauen führt zu wenig Schlaf zu einem schlechten Melatoninspiegel, was sie weniger empfänglich macht. Des Weiteren unterstützt Schlafmangel den Prozess der Alterung und verhindert die Regenerationsfähigkeit von Zellen. Das führt dazu, dass Wunden schlechter heilen und Muskeln langsamer aufgebaut werden. Die Leitungsfähigkeit der Organe wird durch Schlafmangel ebenfalls vermindert.

Langfristig sorgt Schlafmangel überdies für eine Beeinträchtigung von sozialen und geistigen Fähigkeiten. Aufgrund der fehlenden Informationsverarbeitung über Nacht hat Dein Gehirn tagsüber Schwierigkeiten, Informationen richtig zu interpretieren. Dir fällt es dann vielleicht schwer, Gesichtsausdrücke richtig zu deuten. Zudem wird Deine Spontanität und Deine Sprachfähigkeit beeinträchtigt. Viele der kurzfristigen und langfristigen Folgen von Schlafmangel sorgen außerdem für eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten, wie Bluthochdruck, Demenz, Herzkrankheiten, unterschiedliche Krebsformen und Schlaganfall.


3 Sofortlösungen gegen Schlafmangel

  1. Achte auf Deine Ernährung, insbesondere in den Abendstunden und kurz vor dem Schlafen gehen, um Deine Schlafqualität zu verbessern. Meide Nahrungsmittel wie Kaffee, Alkohol und Schokolade, da diese Muntermacher wie Koffein und Theobromin enthalten. Damit der Körper diese abbaut, benötigt er bis zu sieben Stunden. Setzte stattdessen beim Abendessen lieber auf Lebensmittel die aufgrund des Vitamin-B-Gehalts beruhigend auf Dich wirken und als natürliche Schlafmittel wirken. Dazu zählen beispielsweise Kartoffeln, Nüsse, Birnen und Bananen. Empfehlenswert ist auch ein abendlicher Tee mit Kümmel, Fenchel, Melisse oder Hopfen, die eine ähnliche Wirkung haben und Dir beim Ein- und Durchschlafen helfen.
  2. Schalte beim Schlafen gehen sämtliche Störquellen aus. Dazu zählen alle Lichtquellen von Geräten und Straßenlaternen, der Klingelton vom Smartphone und sonstige Geräuschemacher, wie der Fernseher, Radio und CD-Player. Am besten schläfst Du in einem Raum, den Du ausschließlich zum Schlafen nutzt. Ein aufregender Krimi oder Streitereien vor dem zu Bett gehen sind ebenfalls nicht förderlich für einen gesunden Schlaf und sollten vermieden werden.
  3. Wenn Du morgens unausgeruht aufwachst, hat vielleicht deine Matratze Schuld. In diesem Fall kommen zum Schlafmangel häufig auch Verspannungen hinzu. Denn wird die Wirbelsäule auf der Matratze nicht gut gelagert, entstehen Beschwerden im Schlaf. Die Folge sind Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Durchblutungsstörungen sowie eine verminderte Schlafqualität.

Grundsätzliches zum Thema Schlaf

Jeder Mensch schläft im Jahr durchschnittlich 3.000 Stunden. Für viele ist dies vergeudete Zeit. Jedoch benötigt der Körper diese Regenerationszeit, um voller Energie in den neuen Tag zu starten. Schlafmangel wird nicht nur bewusst herbeigeführt. Viele Menschen haben massive Einschlafschwierigkeiten oder wachen nachts öfters auf, was zu einer Verminderung der Schlafqualität führt. Denn nur wer störungsfrei alle Schlafphasen erlebt, wacht am nächsten Morgen ausgeruht auf. Schlafstörungen sollten medizinisch abgeklärt werden, wenn sie länger als vier Wochen durchgehend andauern.

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