Rezeptfreie Schlafmittel & Schlaftabletten

Wenn auch das Zählen etlicher Schäfchen nicht mehr hilft, greifen viele Menschen zu Schlafmitteln. Ungefähr jeder dritte Deutsche hat Probleme mit dem Einschlafen. Attraktiv wirkt der Gedanke, eine Tablette einzuwerfen und das Problem ist gelöst. Wie gut wirken die Mittel aber und sind sie generell empfehlenswert oder eher riskant?


Hoggar Night Schlaftabletten

Hoggar Night Schlaftabletten

Hoggar Night - so wirkt es

Hoggar Night ist der beliebteste rezeptfreie Einschlafhelfer. Hoggar Night beinhaltet Doxylamin. Dieser Wirkstoff wird üblicherweise auch zur Bekämpfung allergischer Symptome eingesetzt, indem er Rezeptoren des Hormons Histamin blockiert. Durch die müde machende Wirkung eignet es sich sowohl zum Einschlafen, als auch bei unruhigem Schlaf.


Schlafsterne Schlaftabletten

Schlafsterne Schlaftabletten

Schlafsterne Schlaftabletten

Auch Schlafsterne enthalten Doxylamin. Die Schlafdauer sollte aber bei allen Doxylamin-Präparaten ausreichend hoch sein, um Reaktionsschwäche am nächsten Morgen zu vermeiden.


Vivinox Schlaftabletten

Vivinox Schlaftabletten

Vivinox - so wirkt es

Vivinox-Tabletten haben eine pflanzliche Basis. Eine Mischung aus Baldrian, Melisse und Passionsblume sollen auf milde Weise beim Einschlafen helfen und besonders Nervosität und Unruhe vor dem Schlaf bessern. Als rein pflanzliches, schonendes Präparat ist seine Wirkung allerdings verhältnismäßig gering.


Sind Schlafmittel eine Dauerlösung?

Schlaftabletten bieten bestenfalls kurzfristig eine Lösung des Problems. Außerdem ist der medikamentös induzierte Schlaf weniger erholsam. Durch die Störung der natürlichen Schlafarchitektur ist dieser weniger effizient, als der herkömmliche Schlaf ohne Hilfsmittel. Langfristig angewendet kann sich auch eine Sucht entwickeln, sodass Schlaf ohne Medikamente kaum noch möglich ist.

In jedem Fall ist ein langsames Absetzen der Schlafmittel nach längerer Einnahme angebracht, um ein Annähern an einen gesunden Schlaf schrittweise zu erreichen.


Nebenwirkungen von Schlaftabletten

Je nach Stärke des Präparats können auch diverse Nebenwirkungen am Tag auftreten:

  • Müdigkeit
  • Kraftlosigkeit
  • Schwindelgefühl
  • Eingeschränktes Reaktionsvermögen
  • Eingeschränktes Denk- und Konzentrationsvermögen
  • Angstzustände
  • Emotionale Taubheit

Sind rezeptfreie Schlafmittel gesund?

Am gesündesten ist nach wie vor der natürliche Schlaf. Je nach Medikament entwickeln Schlafmittel auch unerwünschte Wechselwirkungen oder stellen Belastungen für den Organismus dar. Schlafmittel sollten außerdem auf keinen Fall zusammen mit Alkohol eingenommen werden.

Besonders lebergeschädigte Menschen müssen auf dieses Risiko achten, zumal Schlafmittel häufig schon alleine eine Belastung für die Leber darstellen. In diesem Fall sollte die Einnahme auch bei rezeptfreien Medikamenten unbedingt vorher mit dem Hausarzt abgesprochen werden. Etwas schonender sind meist pflanzliche Alternativen mit allgemein leichteren Nebenwirkungen. Diese müssen dafür länger eingenommen werden bis sie ihre Wirkung entfalten und helfen oft ausschließlich beim Einschlafen statt auch beim Durchschlafen.


Rezeptfreie Alternativen zu Schlafmitteln auf pflanzlicher Basis

Es gibt auch viele natürliche Schlafmittel, diese sind:

  • Baldrian: Birgt keine Suchtgefahr und stört die Schlafarchitektur nicht. Die Wirkung ist hingegen nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Wenn die Einnahme beruhigend wahrgenommen wird, ist das Mittel aber häufig alleine aus diesem Grund hilfreich.
  • Hopfen: Wirkt dank ätherischer Öle insgesamt entspannend. Kurbelt außerdem die Verdauung an und kann appetitanregend wirken.
  • Melisse: Gut als Tee einzunehmen. Soll auch gegen Unruhe, Kopfschmerz oder Verdauungsbeschwerden helfen.
  • Johanniskraut: Hilft auch bei leichten Depressionen und dadurch bedingte Schlafstörungen. Unbedingt aber mögliche Wechselwirkungen mit jeglichen anderen Präparaten beachten, die eingenommen werden!
  • Warme Milch mit Honig: Die wohl schonendste Alternative und ein altbekanntes Hausmittel. Für vereinzelte Fälle von Einschlafschwierigkeiten angenehm zur Beruhigung.

Was gilt es bei der Einnahme von Schlafmitteln zu beachten?

Insgesamt gilt zu beachten, dass Schlafmittel immer lediglich eine kurzfristige Lösung darstellen sollten. Wenn die Schlafprobleme langfristig nicht abnehmen oder ein sehr belastendes Ausmaß annehmen, sollten diese zweifellos ursächlich auf medizinischem oder psychotherapeutischem Wege behandelt werden. Die Symptomatik wird sich sonst nur unwahrscheinlich von alleine bessern, der Schlaf wird nachhaltig weniger erholsam und auch das Einschlafen immer schwieriger. Gerade bezüglich letzterem Punkt ist eine mögliche psychische Abhängigkeit nicht zu unterschätzen.

Auch wenn ein Präparat körperlich kein Suchtpotential hat, schützt dies nicht vor einer möglichen Abhängigkeit aus erlernter Gewohnheit. Wer länger als zwei bis vier Wochen auf ein Präparat zum Ein- oder Durchschlafen angewiesen ist, sollte den Hausarzt konsultieren. Schwangere sollten auf keinen Fall Schlafmittel einnehmen.


Schlaf ohne Medikamente verbessern

  1. Matratze: Ein Drittel seiner Zeit verbringen Menschen im Bett. Insofern sollte auf eine gute Matratze geachtet werden, welche eine entspannte Schlafposition ermöglicht. Die richtige Auswahl muss allerdings individuell je nach Person getroffen werden.
  2. Kopfkissen: Gleiches gilt für Kopfkissen. Wer ein falsches Kissen wählt, liegt unentspannter und riskiert Hals- und Nackenschmerzen. Das richtige Kissen kann durch die entspannte Lage auch beim Einschlafen helfen.
  3. Blaufilter: Die Ausschüttung des natürlichen Schlafhormons Melatonin wird durch blaue Lichtanteile von Displays gestört. Auf Smartphones ist es möglich, diese blauen Anteile in den Abendstunden automatisch herauszufiltern. Eventuelle Einschlafprobleme werden so bereits gemildert.
  4. Heißes Bad: Ungefähr 20-30 Minuten Baden bei 35 bis 38 Grad kann schläfrig machen und bereits helfen. Ein Badezusatz mit Hopfen und Melisse kann zusätzlich für ein besseres Ergebnis genutzt werden.
  5. Das richtige Schlafzimmer: Ein stickiges und zu warmes Zimmer stört den Schlaf. Ideal sind Temperaturen leicht unter 20 Grad und ein frisch gelüftetes Zimmer. Auch auf vermeidbare Lichtquellen sollte geachtet werden, um die Melatoninproduktion nicht einzuschränken.

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