Klimaanlage & mobile Klimageräte Test

Die Sommer werden immer heißer. Viele Menschen denken daher daran, sich eine Klimaanlage anzuschaffen. Was aber gibt es für Varianten? Welche Vorteile und Kosten sind mit einem Klimagerät verbunden und worauf ist beim Kauf zu achten?


Klimaanlage Test - die besten (mobilen) Klimageräte

Der Testsieger im im Klimaanlagen Test 2019 ist folgendes mobiles Klimagerät:

Climia CMK 2600 mobiles Klimagerät

Das mobile Klimagerät Climia CMK 2600 ist ein Monoblock mit einer maximalen Leistung von 2,3 kW/rund 8.000 BTU. Für den Energiehunger bedeutet das einen Verbrauch von jährlich etwa 452 kWh bei 500 Betriebsstunden. Ausgelegt ist die Klimaanlage für ein Raumvolumen von maximal 80 m3. Bei einer Deckenhöhe von 2,5 Metern entspricht das etwas über 30 m2. Hier erfüllt es eine Dreifachfunktion als Klimaanlage, Luftentfeuchter sowie Ventilator.

Die Geräuschentwicklung liegt mit 53 dB(A) im Bereich des Kühlschrank-Surrens. Die mobile Klimaanlage wird inklusive Ablaufschlauch geliefert. Dank einer Flachdüse am Ende kann dieser auch durch einen schmalen Fensterspalt geführt werden. Das von Kunden äußerst geschätzte Gerät kann einfach im Raum aufgestellt werden. Außerdem liegt das Zubehör für eine optionale Wandmontage bei.

  • Recht leise
  • keine Installation nötig
  • Punkt 3
  • Punkt 4


Klimaanlage Test Stiftung Warentest

Stiftung Warentest LogoIm Sommer 2018 veröffentlichte die Stiftung Warentest einen umfangreichen Test zum Thema Klimaanlagen. Dafür wählten die Tester zehn Klimageräte aus. Je zur Hälfte handelte es sich dabei um Monoblockgeräte und um Split Klimaanlagen. Um gleiche Bedingungen herzustellen, wurden alle Testgeräte nacheinander in einem 14 Quadratmeter großen Raum montiert beziehungsweise aufgestellt. Aufgabe war es, die dortige Lufttemperatur von 35 auf 25 Grad Celsius herunterzukühlen. Gemessen wurde dabei neben der dafür erforderlichen Kühlzeit auch der benötigte Energieverbrauch beziehungsweise die Energieeffizienz. Außerdem wurden Umwelteigenschaften, Handhabung, Sicherheit und Verarbeitung sowie bei den Split Klimaanlagen auch das Heizverhalten und das Datensendeverhalten bei einer Bedienung via App unter die Lupe genommen.

Die Split Klimaanlagen schafften es, die Zieltemperatur in unter zehn bis höchstens 16 Minuten herzustellen. Die Monoblockgeräte brauchten dafür zwischen einer dreiviertel Stunde und 106 Minuten. Beim Verbrauch stellten die Tester ebenfalls bei den Split Klimaanlagen erheblich günstigere Eigenschaften fest. Einen kWh-Preis von 0,28 Euro zugrunde gelegt, kommen sie bei einer Dauernutzung inklusive 350-Stunden Raumkühlung im Jahr auf 38 bis 78 Euro. Die Monoblockgeräte sind unter anderem wegen der fehlenden Heizfunktion nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt. Lediglich die Kühlung eines Raums über 300 Stunden verteilt auf die Wintermonate schlägt bei ihnen aber mit 61 bis 84 Euro zu Buche. Beim Kaufpreis hingegen punkten die mobilen Monoblöcke. Für die Testgeräte genügen Investitionen zwischen 350 und 825 Euro. Bei den Split Klimaanlagen sind hingegen 1.360 bis 2.820 Euro zu berappen. Außerdem kommen hier Montagekosten hinzu.

Die Gesamtbewertung 'gut' errang am Ende lediglich ein Produkt. Das ist die Split Klimaanlage von Panasonic mit dem Innengerät CS-Z25TKEW und dem Außengerät CU-Z25TKE. Unter den Monoblockgeräten konnten sich zwei als insgesamt 'befriedigend' qualifizieren: De'Longhi PAC EX100 Silent und Comfee Eco friendly.


Weitere Klimaanlagen im Test

De'Longhi PAC AN97

Das Monoblockgerät De'Longhi PAC AN97 verfügt über ein sparsames Luft-Luft-System, bei dem ohnehin anfallendes Kondenswasser die Kühlung des Verflüssigers zusätzlich unterstützt. Das Klimagerät hat eine Kühlleistung von bis zu 2,7 kW/10.700 BTU. Das reicht für eine Abkühlung in Räumen mit einem Volumen von maximal 95 m3 oder einer Fläche von 38 m2 bei zweieinhalb Metern Deckenhöhe. Die Besonderheit hier ist eine automatische Feuchtigkeitsregulierung. Das heißt, das Gerät reguliert die Luftfeuchtigkeit abhängig von der Raumtemperatur. Selbstverständlich ist auch eine Ventilatorfunktion vorhanden. Nach Kundenangaben wird für den Abluftschlauch eine Blende mitgeliefert. Ihnen fällt allerdings auch eine deutlich wahrnehmbare Geräuschentwicklung auf.

De'Longhi PAC CN91

Auch in der De'Longhi PAC CN91 Klimaanlage kommt das Kühlmittel R410A zum Einsatz. Zusätzlich stehen hier drei Ventilator-Stufen sowie eine auch separat nutzbare Entfeuchtungsfunktion zur Verfügung. Mit einer maximalen Kühlleistung von 2,6 kW/10.500 BTU ist das Monoblockgerät für Räume bis rund 35 m2 ausgelegt. Das Luft-Luft-System sorgt für eine effiziente Nutzung des Kondenswassers. Ein Abluftschlauch, der nach Kundenmeinung besser etwas länger sein sollte, gehört zum Lieferumfang - eine Fensterblende jedoch nicht. Auch der Geräuschpegel von angegebenen 50 dB wird von der 30 Kilogramm schweren Klimaanlage laut Kundenerfahrungen überschritten.

TCL 12000 BTU

Als Split Klimaanlage bietet die TCL 12000 BTU mit Quick-Connector unter anderem den Vorteil, das die Montage dank Kältemittel-Vorbefüllung und gasdruckbetriebenen Ventilen schnell und einfach ausgeführt werden kann. Das kann Kosten sparen. Im Innenbereich bleibt der Schallpegel bei höchstens 50 dB. Die Kühlleistung der Klimaanlage beträgt ebenso wie die Heizleistung 3,5 kW / 12.000 BTU, während die Leistungsaufnahme jeweils maximal bei rund einem kW in der Stunde liegt. Die Klimaanlage von TCL kann in kleineren Räumen ab 17 m2 ebenso eingesetzt werden wie in Räumen mit einer ansehnlichen Größe von bis zu 48 m2. Zuzüglich zur wahlweisen Verminderung oder Erhöhung der Raumtemperatur findet eine reinigende Luftumwälzung statt.

Comfee MSR23-12HRDN1-QE

Beim Comfee MSR23-12HRDN1-QE Split Klimagerät ist ein komplettes Installationskit bereits im Lieferumfang enthalten. Es besteht unter anderem aus Quick Connector Set und Kupferrohrleitungen mit vorgefülltem Kältemittel. Außerdem gibt es neben dem Turbo-Mode einen speziellen Sleepmode. Der Energieverbrauch beträgt etwa eine kWh. Mit einer Leistung von 3,2 kW / 11.000 BTU ist die Klimaanlage von Comfee für Räume bis zu einer Größe von 40 m2 geeignet. Darüber hinaus verfügt die Klimaanlage über eine Funktion zur Luftentfeuchtung. Die häufig verkaufte Comfee MSR23-12HRDN1-QE erfährt zudem ein meist sehr positives Kundenecho aufgrund ihrer Qualität, zuverlässigen Leistung und des leisen Betriebs.


Klimaanlage Varianten im Test

1

Split Klimaanlage

Ein Split Klimagerät besteht aus zwei miteinander verbundenen Elementen. Darunter befindet sich eine Einheit, die im Innenraum fest an der Wand, der Decke oder meist im Falle sehr leistungsfähiger Anlagen auf einem Stellplatz montiert ist.

Das wesentliche Bauteil im Innengerät ist der Verdampfer. In ihm nimmt ein Kältemittel die Wärme der angesaugten Luft auf. Im Außenbereich oder in einem dafür vorgesehenen Raum befindet sich die zweite Komponente der Split Klimaanlage. Das gasförmig gewordene Kühlmittel kommt hier über eine Kupferleitung zu einem Kompressor, der es durch Verdichtung weiter erhitzt. An der nächsten Station, dem Wärmetauscher, gibt das Kältemittel die Wärme über ein Gebläse an die Außenluft ab und verflüssigt sich dabei wieder. Durch eine zweite Leitung fließt es zurück zum Innengerät, um erneut Raumluft-Wärme anzunehmen.

Aktuelle Split Klimaanlagen verfügen zudem über eine Inverter-Pumpe. Sie sorgt dafür, dass die Leistung des Klimagerätes abhängig vom Unterschied zwischen der Ist- und der Soll-Temperatur abgerufen wird. Das macht diese Anlagen noch effektiver und sparsamer.

2

Monoblockgerät

Bei einer Monoblock Klimaanlage sind alle Bauteile in einem Gerät vereint. Dadurch bedingt erfolgt hier natürlich die Abgabe der Warmluft innerhalb des Raumes. Wird sie jedoch dort freigesetzt, würde die abgekühlte Raumluft gleich wieder aufwärmen. Also ist an Monoblockgeräten ein voluminöser Luftschlauch angebracht, der in der Regel durch einen Fensterspalt nach außen geleitet wird. Die warme Abluft kann hierüber entweichen.

Vorteil ist, dass für eine Monoblock Klimaanlage weder außen noch innen eine feste Montage vorgenommen werden muss. Da die Geräte zudem meist auf Rollen angeboten werden, handelt es sich um die klassischen mobilen Klimaanlagen. Sie können problemlos je nach Bedarf in unterschiedlichen Räumen verwendet werden.

Allerdings sind die Abluftschläuche nur wenig isoliert und auch der Fensterspalt kann nur bedingt abgedichtet werden. Das schränkt ihre ohnehin im Vergleich zu Split Klimageräten geringere Leistungsfähigkeit weiter ein. Sie bieten sich daher vornehmlich dort an, wo ein mobiles Gerät zu geringen Anschaffungskosten für den gelegentlichen Gebrauch benötigt wird und eine Geräuschentwicklung von bis zu deutlich über 60 Dezibel nicht stört.

3

Mobile Klimaanlagen

Seit kurzer Zeit gibt es darüber hinaus mobile Klimaanlagen als Splitgeräte. Sie nehmen für sich in Anspruch, im Vergleich zu Monoblockgeräten eine um rund 50 Prozent höhere Kühlleistung bei erheblich besserer Energieeffizienz vorweisen zu können. Damit erreichen sie den Leistungsbereich von fest installierten Klimageräten, benötigen jedoch keinen Wanddurchbruch. Das Außenelement kann durch das Fenster oder die Terrassentüre nach außen gebracht und dort in einer dafür vorgesehenen Halterung befestigt beziehungsweise aufgestellt werden.

Besonders interessant nicht nur für Camper: Mobile Split Klimaanlagen gibt es auch in Miniausführungen für Raumvolume bis 16 m³. Das reicht immerhin für knapp 10 m2 Raum im Wohnwagen oder auch für ein Gartenhäuschen oder kleines Arbeitszimmer von maximal 6,5 m2.


Wie eine Klimaanlage den Schlaf verbessern kann

Auch wenn alles andere stimmt, kann ein optimaler Schlaf nur bei einer Raumtemperatur im individuellen Wohlfühlbereich erreicht werden. Bei den meisten Menschen liegt diese Raumtemperatur zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Gerade im Sommer jedoch heizt sich das Schlafzimmer oft weit über diese Werte auf. Die Folge: Wir schwitzen, wälzen uns, kommen nicht zur Ruhe und werden nachts häufig wach. Eine Klimaanlage kann den Schlaf verbessern und beim Einschlafen helfen, wenn einige Regeln beachtet werden:

  • die Klimaanlage schon einige Zeit vor dem Zubettgehen einschalten und per Timer so einstellen, dass sie sich in der Nacht automatisch abstellt
  • sich niemals direkt dem kühlenden Luftstrom aussetzen
  • die Innentemperatur im Vergleich zu den Außenwerten um maximal sechs Grad Celsius absenken.
  • die Klimaanlage regelmäßig durch die Reinigung der Filter warten

Vorteile einer Klimaanlage

  • Die Klimaanlage sorgt für eine ideale Raumtemperatur im Büro und im Home Office. Sie sollte zwischen 20 und 26 Grad Celsius liegen. Oberhalb dieser Werte nimmt unsere Leistungsfähigkeit dramatisch ab.
  • Die Klimaanlage schafft angenehme Temperaturen im Wohnbereich. Gerade in der Freizeit benötigen wir Entspannung. Klettert das Thermometer im Sommer auf immer neue Rekordwerte, kann das Klimagerät daheim eine Wohlfühl-Oase schaffen.
  • Die Klimaanlage kann die Luftfeuchtigkeit verbessern. Ob beim Arbeiten oder beim Relaxen: Je wärmer es wird, desto empfindlicher reagieren wir auf Luftfeuchtigkeit. Kann das Klimagerät also die Luft bis auf ideale Werte entfeuchten, fördert das im Sommer unser Wohlbefinden.
  • Die Klimaanlage reinigt die Luft. Verschiedene Filter nehmen Staub, Partikel, Keime, Gerüche und vieles mehr auf. Damit ist die Klimaanlage für Allergiker geradezu ein Muss und für alle anderen sorgt sie für frische Luft. Da die Klimaanlage jedoch die Luft von vielen unerwünschten Stoffen reinigen kann, ist es logisch, dass sich diese darin sammeln. Sie kann also nur dann ihre günstigen Eigenschaften beibehalten, wenn sie regelmäßig gewartet wird.
  • Insbesondere Split Klimageräte können auch als günstige (Zusatz-)Heizung eingesetzt werden. Auch hier brauchen sie sich in Punkto Energieeffizienz nicht zu verstecken. Insbesondere, wenn die Klimaanlage gemeinsam mit einer Photovoltaikanlage genutzt wird, kann sie helfen, Energiekosten zu senken und die Umweltbilanz zu verbessern.


Kosten & Stromverbrauch von Klimaanlagen

Sehr günstige Monoblockgeräte sind schon ab gut 200 Euro erhältlich. Markenhersteller starten bei etwa 350 Euro. Für über 1.000 Euro sind nur noch selten Angebote zu finden. Auch Split Klimaanlagen gibt es schon ab etwa 400 Euro. Für ein Gerät eines renommierten Herstellers müssen jedoch mindestens 600 Euro ausgegeben werden. Bei etwas größeren Ansprüchen an Technik und Funktionsumfang geht es ab 1.000 Euro los. Abhängig von Leistung, Qualität und Ausstattung sind bei Split Klimaanlagen nach oben hin kaum Preisgrenzen gesetzt. Im Privatbereich ist allerdings bei rund 3.000 Euro ein High-End-Bereich erreicht. Mobile Split Klimaanlagen schließlich sind für den Wohnwagen ab etwa 500 Euro und für Innenräume um zirka 1.500 bis 2.000 Euro erhältlich.

Beim Stromverbrauch können nur grobe Schätzwerte angegeben werden. Wie stark ist der Raum aufgeheizt, wie hoch sind die Außentemperaturen, auf welchem Stand befinden sich die Dämmmaßnahmen, wie effizient arbeitet das konkrete Gerät? Als grober Richtwert gilt jedoch, dass Monoblockgeräte ungefähr die doppelten Kosten verursachen wie Split Klimageräte. Konkret: Bei einer Kühlleistung von 2.500 Watt und 500 Betriebsstunden kommen bei der Split Klimaanlage 275 kWh oder knapp 80 Euro zusammen und beim Monoblockgerät 500 kWh und rund 150 Euro. Mobile Split Klimageräte liegen dazwischen.


Worauf beim Kauf einer Klimaanlage achten?

  1. mobil oder fest montiert: Festinstallierte Split Klimaanlagen können teurer in der Anschaffung sein, Ihre Montage erfordert die Genehmigung beispielsweise vom Vermieter sowie von Behörden und muss vom Fachmann vorgenommen werden. Dafür sind sie jedoch sparsam im Betrieb und können viele Funktionen erfüllen. Mobile Monoblockgeräte sind beim Kauf meist günstiger, flexibler und in der Regel genehmigungsfrei. Dafür sind sie mit höheren Betriebskosten verbunden und weniger leistungsfähig. Außerdem fällt bei den meisten von ihnen die Heizfunktion weg. Mobile Split Klimaanlagen vereinen Vor- aber auch Nachteile beider Welten. Im Campingbereich können sie aber eine gute Wahl sein.
  2. Kälte-/Wärmeleistung: Natürlich muss das neue Klimagerät richtig dimensioniert sein. Abhängig von der Raumgröße wird eine sinnvolle Kälte-/Wärmeleistung in kW und BTU angegeben. Bei 2,55 kW oder 9000 BTU sind das beispielsweise 13 bis 36 m2. Das ist natürlich sehr grob geschätzt. Bedenken Sie bitte auch die Größe der Fensterfläche, die Intensität der Sonneneinstrahlung, den Zustand Ihrer Wärmedämmung und die Nutzung des Raums. Im Zweifelsfalle ist es besser, sich für eine etwas höhere Leistung zu entscheiden, die dann sparsamer genutzt werden kann.
  3. vorgefüllte Systeme mit Quick-Connector: Wer bei Split Klimaanlagen auf eine einfache Installation Wert legt, entscheidet sich für Systeme mit vorgefülltem Kältemittel und Quick-Connector.
  4. Feuchtigkeitsregulierung: Neben der Temperatur ist die Luftfeuchtigkeit ein wesentlicher Faktor dafür, ob die Raumluft als angenehm empfunden wird. Ein Klimagerät sollte daher auch eine Entfeuchtungsfunktion aufweisen, die im günstigsten Fall automatisch abhängig von der Temperatur funktioniert.
  5. Luftreinigung: Hier gibt es verschiedene Filtersysteme. Kunststofffilter nehmen hauptsächlich Verunreinigungen durch Staub auf. Filter mit Spezialbeschichtungen können Gerüche sowie verschiedene biologische und chemische Stoffe neutralisieren. Plasmafilter schließlich können auch die Partikelbelastung der Luft vermindern.
  6. Kältemittel: Achten Sie bei der Wahl der Klimaanlage darauf, dass ein weniger klimaschädliches Kältemittel wie R32-Difluormethan oder besser noch R290-Propan enthalten ist. Zumindest sollte eine Umrüstmöglichkeit bestehen.

Mini Klimaanlage im Test

Sogenannte Mini Klimaanlagen sind der neueste Trend in Online Shops und auf Werbe Channeln. Unter Namen wie 'Arctic Air' oder 'Evapolar' wollen kompakte Würfel im Schreibtisch-tauglichen Format Kühlung verschaffen. Die Fragen sind: Was steckt hinter den rund 50 bis 150 Euro teuren Geräten, was können sie und lohnt sich die Anschaffung?

In ihrem Gehäuse befindet sich ein Miniatur-Ventilator, ein Filterelement sowie ein kleiner Wassertank, aus dem der Filter befeuchtet wird. Die hinter ihm angesaugte Luft soll so abgekühlt, entstaubt und über den Ventilator nach außen weitergeleitet werden, um kühles Wohlbefinden zu verbreiten. Dazu ist lediglich eine Stromversorgung via USB-Kabel erforderlich, die ebenso wie beim Smartphone gewährleistet werden kann. Klingt zu schön um wahr zu sein? - Ist es auch!

Zunächst einmal liegt hier natürlich keine Klimaanlage vor. Der angesaugten Luft wird nicht über ein Kältemittel die Wärme entzogen, um sie nach außen abzuleiten. Die abgekühlte Wohlfühlzone beschränkt sich vor dem angeblich arktischen Würfel auf wenige Zentimeter. Zudem werden häufig Mängel bei der Materialqualität und Verarbeitung moniert. Unter anderem die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt daher als günstigere und wahrscheinlich wirkungsvollere Alternative einen handelsüblichen Budget-Ventilator mit davor befestigtem nassen Handtuch. Es gibt aber auch preisgünstige Standventilatoren oder Turmventilatoren. Ebenso kosten viele Luftreiniger nicht viel.


Kann eine Klimaanlage selber aufgebaut werden?

Ein Monoblockgerät können Sie ohne weiteres selber aufbauen. Nach dem Aufstellen und Verbinden mit einer Stromversorgung brauchen Sie vor der Inbetriebnahme lediglich den Abluftschlauch nach außen führen und nach Möglichkeit den offenen Fensterspalt abdichten.

Bei mobilen Split Klimaanlagen kann es zumindest bei Lösungen für den Campingbereich oder für sehr kleine Räume in der Regel ähnlich aussehen. Müssen jedoch bei der Montage Innen- und Außeneinheit erst miteinander verbunden werden, kann es sein, dass ein dafür lizensierter Fachbetrieb beauftragt werden muss.

Das gilt ebenfalls für alle fest installierten Split Klimageräten inklusive solchen mit einer Schnellkupplung. Sie dürfen nicht selber aufgebaut werden, sondern müssen nach EU-Verordnung Nr. 517/2014 Artikel 10 vom einem dafür ausgebildeten und zertifizierten Spezialisten montiert werden. Dennoch liegt vielen Angeboten eine leicht verständliche Installationsanleitung bei.

Zu bedenken ist zudem, dass für Eingriffe ins Mauerwerk sowie ins äußere Erscheinungsbild des Gebäudes Genehmigungen eingeholt werden müssen. Die Montage einer Split Klimaanlage stellt nämlich immer eine bauliche Veränderung dar. Auch wenn im Falle eines vollständigen Wohneigentums das Einverständnis von Vermieter oder Miteigentümern nicht erforderlich sein sollte, wird doch immer ein Behördengang fällig, bei dem auch eine fachlich einwandfreie Installation zugesichert werden sollte.


Klimagerät ohne Abluftschlauch

Bei der Durchsicht des Angebots insbesondere im Low-Cost-Bereich fällt es gelegentlich schwer, zwischen echten Klimaanlagen und Klimageräten, die ohne Abluftschlauch auskommen, zu unterscheiden. Das Grundprinzip der Klimaanlage sieht vor, dass ein Kältemittel die Wärme angesaugter Luft aufnimmt und als Medium dient, um diese Wärme an einen Ort zu transportieren und dort freizusetzen. Bei Split Klimaanlagen findet das außerhalb des Raumes statt. Bei Monoblockgeräten wird die Ableitung der Wärme über einen Schlauch gewährleistet. Dahinter steckt in jedem Falle ein nicht unerheblicher technischer Aufwand. Wenn Sie aber ein Monoblockgerät ohne Abluftschlauch oder beide Einheiten einer Split Klimaanlage in einem Raum aufstellen, geht der günstige Effekt auf das Raumklima vollständig verloren.

Klimageräte ohne Abluftschlauch beruhen allerdings auf einer anderen Funktionsweise. Bei den meisten von ihnen kommt Wasser als 'Kältemittel' zum Einsatz, welches vaporisiert oder verdunstet über einen Ventilator an die Außenluft weitergegeben wird. Das hat im Umkreis des Klimagerätes tatsächlich eine gewisse Abkühlung der Raumluft zur Folge. Leider wird dies jedoch auf Dauer meist nicht als angenehm empfunden, da auch die Luftfeuchtigkeit steigt. Die Luft wird zwar im ersten Moment kühler gleichzeitig jedoch wird es zunehmend schwüler. Andere Abluftschlauch-freien Klimageräte werden mit Kühlakkus bestückt. Sie sind allerdings schon nach sehr kurzer Zeit wirkungslos und müssen erneut ins Eisfach gelegt werden. Es fallen hier also bei geringem Wirkungsgrad doppelt Energiekosten an.

      Matratzen.info Testberichte