Deshalb ist es gesund nackt zu schlafen

Weniger ist mehr. Zumindest, wenn es um unsere Nachtruhe geht. Wissenschaftler haben herausgefunden: Nackt schlafen ist ein natürliches Wellnessprogramm für Körper und Seele. Wer unbekleidet schläft, lebt nicht nur gesünder, sondern glücklicher. Doch nackt schlafen hat noch zahlreiche weitere positive Effekte.

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Gut für die Haut

Sie ist unser größtes Organ: die Haut. Wer ihr bei der Regeneration helfen möchte, verzichtet besser auf Nachthemd und Pyjama. Wenn man schläft, schüttet der Körper das Hormon Melatonin aus, was auf natürliche Weise bei Anti-Aging-Prozessen hilft und dafür sorgt, dass die Zellproduktion aktiver ist. So werden die Zellen schneller repariert und die Haut wirkt schöner und gesünder. Allerdings: Melatonin produziert der Körper erst, wenn die Körpertemperatur sinkt. Wer in Schlafanzug und Socken unter die Decke krabbelt, hindert den Körper daran.

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Weniger Schweiß ist mehr Erholung

Wer Nachts nackt auf seiner Matratze schläft, schwitzt im Vergleich zum Pyjamaträger deutlich weniger. Gerade Baumwollpyjamas zeigen sich meist wenig atmungsaktiv. So wird eine angemessene Luftzirkulation um Körper und Haut verhindert, was wiederum das Schwitzen fördert. Das macht es dem Körper schwer, seine Temperatur für einen erholsamen und guten Schlaf herunter zu regulieren. Wird diese Regulation gestört, zum Beispiel durch zu warme Nachtwäsche oder eine zu hohe Raumtemperatur, weckt sich das Gehirn selber auf, um herauszufinden, was los ist. Die Folge ist ein schlechterer Schlaf, was wiederum negative Auswirkungen auf das Gedächtnis hat.

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Die Sperma-Qualität verbessert sich

Männer mit Kinderwunsch sollten nachts auf Unterwäsche verzichten. Denn die Fruchtbarkeit leidet, wenn es dem männlichen Intimbereich zu warm ist. Eine erhöhte Temperatur beeinträchtigt die Spermienproduktion in den Hoden. Das haben Forscher der US-amerikanischen Stanford University herausgefunden. Sie untersuchten in einer Studie die Unterwäsche-Gewohnheiten von 500 Männern und verglichen sie mit der Qualität ihres Spermas. Das Ergebnis: Wer nachts nackt schläft und tagsüber luftige Unterhosen trägt, hat die bessere Spermienqualität.

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Einfach bessere Intimhygiene

Wer seinen Körper den ganzen Tag in enge Kleidung zwängt, der sollte wenigstens nachts für einen Ausgleich sorgen, besonders im Intimbereich. Denn Unterwäsche und Schlafanzüge sorgen dort für ein feucht-warmes Klima, in dem sich Bakterien besonders wohlfühlen. Das kann zu Infektionen führen - gleichermaßen bei Männern wie bei Frauen. Der zweite Grund: Unterwäsche kann auch gerne mal zwicken und einschnüren. Stoffe wie Spitze oder Seide können den Intimbereich reizen. Nicht sehr fördernd für eine angenehme Nachtruhe.

Besser Intimhygiene durch nackt schlafen

Besser Intimhygiene durch nackt schlafen

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Nackte Tatsachen für glücklichere Beziehungen

Die beziehungsbindenden Eigenschaften des Nacktseins sind dem Menschen in die Wiege gelegt. Und auch als Erwachsene sollte man die Vorteile des nächtlichen Nudistendaseins nicht unterschätzen, sorgt es immerhin für ein erfüllteres Liebesleben. Verantwortlich für die positiven Effekte im zwischenmenschlichen Bereich sind wieder einmal die Hormone.
Laut einer britischen Studie sind Paare, die gemeinsam nackt im Bett schlafen, glücklicher. Denn kommt man sich näher, wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Es ist zuständig für das Vertrauen zum Partner und insgesamt in soziale Bindungen. Dafür ist noch nicht einmal intensiver Körperkontakt nötig. Bereits eine Berührung sorgt für ein wohliges Gefühl. Das Hormon Dopamin, das für Glücksgefühle zuständig ist und ebenfalls ausgeschüttet wird, sorgt für den Rest. Und natürlich ist nackte Haut im Gegensatz zu Baumwollpyjamas oder Schlappershirt einfach sexy.

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Einfacheres Einschlafen

Wälzen von einer Seite zur anderen? Selbst Schäfchen zählen hilft nichts? Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte sich textilfrei betten. Denn Schlafforscher haben herausgefunden: Um einschlafen zu können, muss der Körper seine Temperatur um ein halbes Grad tiefer senken. Wenn es an der Oberfläche des Körpers etwas kühler ist, wird automatisch die Wärme vom Körperinneren nach außen abgegeben. Wer sich in Nachtkleidung zwängt, macht es dem Körper unnötig schwer, diese Temperaturregelung vorzunehmen. Und verhindert, dass er schneller einschlafen kann.

Fazit zum Nackt schlafen

Nacktschläfer leben gesünder, hygienischer, kurz: glücklicher. Sie haben bessere Beziehungen, ein besseres Körpergefühl und mehr Sex. Und das nicht nur im Sommer. Im Herbst und Winter sollten Nacktschläfer allerdings darauf achten, dass es nicht zu kühl wird, da man in der REM-Schlafphase kein Kälteempfinden hat und sich sonst leicht eine Erkältung holen kann. Übrigens empfehlen Schlafforscher verfrorenen Naturen, eher mit Wärmflasche als mit Bettsocken zu nächtigen, da der Körper so die Möglichkeit der normalen Temperaturregelung hat. Wer also bisher auf Pyjama und Nachthemd eingeschworen war, sollte einfach mal im Eva- oder Adamskostüm schlafen gehen. Denn: weniger ist manchmal mehr!

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