Brauchen Frauen mehr Schlaf als Männer?

Mann & Frau schlafend

Mann & Frau schlafend

Vielleicht hast Du Dich schon öfters gefragt, warum Du lieber noch ein wenig länger im Bett liegen bleibst, als Dein Freund? Oder hast Du Deine Partnerin schon mal als faul bezeichnet, weil ihr Schlafbedürfnis höher ist als Deines? Damit sollte jetzt Schluss sein! Denn Frauen benötigen tatsächlich mehr Schlaf als Männer. Grund dafür sind die Vorgänge im Gehirn, die bei Frauen einfach komplexer sind. Näheres dazu hier!


Eine Studie belegt: Frauen benötigen mehr Schlaf als Männer

Forscher haben sich in der Vergangenheit die Frage gestellt, ob Frauen mehr Schlaf benötigen, als Männer. Aus diesem Grund unternahm die englische Loughborough University eine Studie, bei der 210 Frauen und Männer mittleren Alters untersucht wurden. Das Ergebnis: Frauen benötigen im Schnitt 20 Minuten mehr Schlaf als Männer, um ausgeruht in den Tag zu starten. Das Sleep Research Centre der Universität fand auch heraus, warum das so ist. Denn der Schlaf hat die Funktion, dass sich nicht nur der Körper, sondern auch das Gehirn ausruht. Frauen ticken diesbezüglich anders als Männer - genauer gesagt ihre Gehirne. Denn diese arbeiten einfach härter, als männliche.


Der Grund: Multitasking und eine andere Verdrahtung im Gehirn

Dass Frauen im Gegensatz zu Männern wahre Multitasking-Talente sind, ist bestimmt schon jedem einmal aufgefallen. Frauen von heute gehen arbeiten, kümmern sich um die Kinder, schupfen den Haushalt und lesen nebenbei vielleicht noch ein Buch fürs Studium. Die Gehirnaktivität von Frauen ist komplexer und intensiver, als jene von Männern. Deshalb benötigen Frauen mehr Schlaf. Laut dem leitenden Professor der Studie löst sich während des Tiefschlafs der Kortex von den Sinnen, um sich zu erholen. Der Kortex ist jener Teil des Gehirns, der für die Sprache und das Gedächtnis verantwortlich ist. Umso intensiver das Gehirn tagsüber eingesetzt wird, desto mehr Erholung, sprich, mehr Schlaf benötigt es. Zudem ist das Gehirn einer Frau anders verdrahtet, als das eines Mannes, weshalb das Schlafbedürfnis erhöht ist. Das ist auch der Grund, warum Frauen zu Multitasking fähig sind, also gleichzeitig mehrere Dinge tun können und insgesamt flexibler sind. Dabei wird ein größerer Teil des Gehirns genutzt, als Männer es tun. Allerdings, auch Männer können ein erhöhtes Schlafaufkommen haben. Das gilt dann, wenn sie in ihrem Job komplexe Aufgaben lösen müssen und wenn viel Querdenken und Entscheidungsfindung gefragt ist.


Schlafmangel hat gravierende Folgen

Im Rahmen der Studie wurde auch untersucht, was es für Folgen hat, wenn Frauen dieses vermehrte Schlafbedürfnis nicht befriedigen können, also unter Schlafmangel leiden. Die Nebenwirkungen von schlechtem oder zu wenig Schlaf bei Frauen waren mehr Feindseligkeit anderen gegenüber sowie Gefühle wie Wut, Ärger und Depressionen. Aber nicht nur die Gemütslage wird durch Schlafmangel stark beeinträchtigt, sondern auch die physische Gesundheit von Frauen. Bei Männern treten diese Nebenwirkungen übrigens nicht auf. Empfohlen wird eine Schlafdauer von sieben bis acht Stunden pro Nacht. Das individuelle Schlafbedürfnis kann sich aber auch von Mensch zu Mensch unterscheiden.


Zusammenfassung
Laut einer Studie der Loughborough University benötigen Frauen mehr Schlaf als Männer. Grund dafür ist die Art und Weise, wie Frauen ihre Gehirne im Alltag einsetzen. Aufgrund einer zu männlichen Gehirnen abweichenden Verdrahtung sind Frauen zu Multitasking fähig. Sie nutzen dabei einen größeren Teil ihres Gehirns, was das erhöhte Schlafbedürfnis begründet. Denn der Schlaf hat die Funktion der Erholung. Umso komplexer und intensiver das Gehirn tagsüber genutzt wird, desto mehr Schlaf wird in der Nacht benötigt. Im Schnitt benötigen Frauen deshalb 20 Minuten mehr Schlaf, als Männer.

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